Montag, 20. Mai 2013

11. Mai 2012 12:13 Uhr

Daniel Domscheit-Berg

Prominente Unterstützung für die Piratenpartei

Die Piraten sind um zwei prominente Mitglieder reicher. Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg wird Parteimitglied. Und nimmt gleich noch seine ebenfalls bekannte Ehefrau mit. Von Janina Funk

Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg ist nach Angaben seiner Frau, der früheren Grünen-Politikerin Anke Domscheit-Berg, mit ihr gemeinsam der Piratenpartei beigetreten.
Foto: dpa

Die Unternehmensberaterin und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg sitzt gerne mal bei Anne Will oder Sandra Maischberger auf dem Sofa, wenn es ums Thema Internet geht. Nicht ganz überraschend kommt daher ihr Wechsel von den Grünen zur Piratenpartei. Über Twitter gab Anke Domscheit-Berg nicht nur ihren eigenen Parteibeitritt, sondern auch gleich den ihres Mannes, dem prominenten Netzaktivisten und Ex-Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg bekannt.

Anke Domscheit-Berg will die Piraten weiblicher machen

Anke Domscheit-Berg, bei Twitter als @anked unterwegs, meldete am Donnerstagabend auf der Kommunikationsplattform: "Just took a serious decision" ("ich habe gerade eine ernste Entscheidung getroffen"), und kurz darauf: "I just joined the #pirateparty" "("Ich bin gerade der Piratenpartei beigetreten.")

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Zur Begründung veröffentlichte sie einen Dialog: "ich: Ihr habt zu wenig frauen. Piraten: dann komm doch! ich: kultur gefällt mir nicht. Piraten: dann komm und hilf sie zu ändern. - okay." Als überzeugte Feministin wolle sie sich vielleicht als erste Frau in der Partei "Piratin" nennen.

Auf Twitter gab es viele positive Reaktionen von Unterstützern der Piratenpartei, aber auch Worte des Bedauerns von Grünen-Anhängern. Anke Domscheit-Berg twitterte noch, sie werde die Frauenpolitik der Grünen vermissen. "Aber ich bin ja missionarisch veranlagt."

Piratenpartei: Daniel Domscheit-Berg folgt seiner Ehefrau

Dass sie ihren Ehemann, den Ex-WikiLeaks Sprecher Daniel Domscheit-Berg, mitnehme, verriet die Internetaktivistin auf Nachfrage eines Twitter-Users. Daniel Domscheit-Berg hatte nach seinem Abgang bei WikiLeaks in seinem Buch «Inside WikiLeaks» massive Vorwürfe gegen die Plattform erhoben und Gründer Julian Assange als unberechenbaren Egomanen charakterisiert.

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