Die Piraten sind um zwei prominente Mitglieder reicher. Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg wird Parteimitglied. Und nimmt gleich noch seine ebenfalls bekannte Ehefrau mit.

Die Unternehmensberaterin und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg sitzt gerne mal bei Anne Will oder Sandra Maischberger auf dem Sofa, wenn es ums Thema Internet geht. Nicht ganz überraschend kommt daher ihr Wechsel von den Grünen zur Piratenpartei. Über Twitter gab Anke Domscheit-Berg nicht nur ihren eigenen Parteibeitritt, sondern auch gleich den ihres Mannes, dem prominenten Netzaktivisten und Ex-Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg bekannt.
Anke Domscheit-Berg, bei Twitter als @anked unterwegs, meldete am Donnerstagabend auf der Kommunikationsplattform: "Just took a serious decision" ("ich habe gerade eine ernste Entscheidung getroffen"), und kurz darauf: "I just joined the #pirateparty" "("Ich bin gerade der Piratenpartei beigetreten.")
Zur Begründung veröffentlichte sie einen Dialog: "ich: Ihr habt zu wenig frauen. Piraten: dann komm doch! ich: kultur gefällt mir nicht. Piraten: dann komm und hilf sie zu ändern. - okay." Als überzeugte Feministin wolle sie sich vielleicht als erste Frau in der Partei "Piratin" nennen.
Auf Twitter gab es viele positive Reaktionen von Unterstützern der Piratenpartei, aber auch Worte des Bedauerns von Grünen-Anhängern. Anke Domscheit-Berg twitterte noch, sie werde die Frauenpolitik der Grünen vermissen. "Aber ich bin ja missionarisch veranlagt."
Dass sie ihren Ehemann, den Ex-WikiLeaks Sprecher Daniel Domscheit-Berg, mitnehme, verriet die Internetaktivistin auf Nachfrage eines Twitter-Users. Daniel Domscheit-Berg hatte nach seinem Abgang bei WikiLeaks in seinem Buch «Inside WikiLeaks» massive Vorwürfe gegen die Plattform erhoben und Gründer Julian Assange als unberechenbaren Egomanen charakterisiert.



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