Der Druck auf Hartz-IV-Empfänger nimmt zu - genauso wie die Sanktionen.

Die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger haben nach einem Bericht der «Saarbrücker Zeitung» im vergangenen Jahr zugenommen. Von Januar bis September 2011 seien von den Jobcentern insgesamt fast 670.000 Sanktionen verhängt worden, neun Prozent mehr im gleichen Zeitraum des Vorjahres, berichtete das Blatt am Dienstag. Die Zeitung berief sich auf aktuelle Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.
Der Kreis der von Sanktionen betroffenen Leistungsempfänger ist demnach aber überschaubar. Insgesamt seien 3,2 Prozent der gut 4,5 Millionen erwachsenen Hartz-IV-Empfänger mit Strafen belegt worden, ein Teil von diesen Betroffenen allerdings gleich mehrfach. Häufigster Grund waren demnach Meldeversäumnisse.
Die Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann sagte dem Blatt, die Zunahme der Sanktionen zeige, dass der Druck auf Hartz-IV-Empfänger weiter gestiegen sei. «Arbeiten zu jedem Preis hat den Druck auf das Lohnniveau enorm erhöht», kritisierte Zimmermann. Sie sprach von einer «gewaltigen Lohnspirale nach unten». AZ/afp
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