Der Winter kehrt zurück über die Ostertage zurück, aber für Allergiker gibt es trotzdem keine Entwarnung. Von Daniela Deeg

Wer sein Osternest sucht, findet es häufig versteckt zwischen Flieder und Birken. Doch statt Freude löst das bei vielen Menschen juckende Augen und triefende Nasen aus. Es ist Heuschnupfenzeit.
Gerade die Birke macht Allergikern zu schaffen. Denn sie ist die häufigste Ursache für Heuschnupfen. Laut Pollenflugkalender bereitet sie den Betroffenen bis Ende Mai Beschwerden. „Der Höhepunkt steht uns erst noch bevor“, sagt Claudia Traidl-Hoffmann, Professorin und Oberärztin an der Hautklinik der TU München.
Wer saisonal unter Niesattacken, Schnupfen und tränenden Augen leidet, dem empfiehlt die Expertin, den Allergologen aufzusuchen. „Die Allergie und die Länge des Pollenflugs haben in den vergangenen Jahren zugenommen.“ Das ist aber kein Grund, die Allergie auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie kann zu Asthma führen. Christina Koppe, Medizin-Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst, erwartet an Ostern kaum Erleichterung für Allergiker. Daran ändert auch die Prognose ihres Kollegen Paul Brüser, Meteorologe aus München, nicht viel. Er rechnet damit, dass der Winter zurückkehrt. Nachts wird es frieren und tagsüber bleiben die Temperaturen einstellig. Ab Karsamstag kann es sogar schneien. „Es wird durchwachsen.“
Damit ein Allergiker jedoch beschwerdefrei bleibt, „muss es schon einen ganzen Tag regnen oder schneien“, sagt Medizin-Meteorologin Koppe. Sie prognostiziert eine mäßige Belastung. Aber ohnehin sucht man die Ostereier besser drinnen, andernfalls riskiert man einen echten Schnupfen.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren