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04. Dezember 2009 09:12 Uhr

Ständige Impfkommission

Schweinegrippe: Impfung jetzt für alle empfohlen

Schweinegrippe-Impfung für alle: Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät, dass sich jeder Deutsche gegen das Schweinegrippe-Virus H1N1 impfen lassen sollte.

Schweinegrippe-Impfung für alle: Das rät jetzt die Ständige Impfkommission. Bild: dpa

Schweinegrippe-Impfung für alle: Die Ständige Impfkommission (STIKO)rät, dass sich jeder Deutsche gegen das H1N1-Virus impfenlassen sollte.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist die zentrale, wissenschaftliche Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland zur Krankheitsüberwachung und -Vorsorge.

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Im Kampf gegen die Schweinegrippe überprüft die STIKO regelmäßig die Situation in Deutschland und gibt dann entsprechende Impfempfehlungen heraus. Anfang Oktober etwa rieten die Experten, dass sich vor allem medizinisches Personal wie Ärzte oder Krankenschwestern, chronisch Kranke und Schwangere gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollten.

In ihrem aktuellen epidemiologischen Bulletin geht die Impfkommission nun einen Schritt weiter. Die Experten empfehlen jetzt eine Schweinegrippe-Impfung für alle Menschen. Zunächst sollten sich Menschen, die mit besonders gefährdeten Personengruppen Kontakt haben, impfen lassen, etwa Eltern vonKindern unter sechs Monaten. Dann solltenKinder und Erwachsene bis 24 Jahre zur Schutzimpfung. Danach sollten - sofern Impfstoff vorhanden ist - Menschen im Alter von 25 bis 59 Jahren, undschließlich die über 60-Jährigen geimpft werden.

"Die STIKO weist darauf hin, dass die Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) wie alle Impfungen nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden soll. Das gilt insbesondere für chronisch Kranke, Kinder und Schwangere", ergänzten die Experten wörtlich.

Zugleich gingen die Experten auf die Sorge vor unerwünschten Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung ein: "Die bisher verfügbaren Daten zur Sicherheit der adjuvantierten Impfstoffe gegen die Neue Influenza A (H1N1) enthalten keine Hinweise für ein vermehrtes Auftreten schwerer unerwünschter Wirkungen. Der überwiegende Teil der Meldungen an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) beschreibt Impfreaktionen an der Injektionsstelle und milde Allgemeinreaktionen."

Das Robert-Koch-Institut registrierte bis zum 27. November 2009 insgesamt 172.627 Infektionen mit Schweinegrippe in Deutschland. "Im Gegensatz zur Situation in den Sommermonaten, als die gemeldeten Neue Influenza A (H1N1)-Infektionen mehrheitlich aus dem Ausland importiert waren, wurden 95 % der seit dem 28.09.2009 gemeldeten Fälle in Deutschland erworben", so das RKI. Da nicht alle Erkrankten zum Arzt gingen und nicht bei allen Verdachtsfällen Test gemacht würden, sei von einer "erheblichen Untererfassung der Fälle" auszugehen.

Mehr zum Thema Schweinegrippe, Grippe, Impfung und Nebenwirkungen lesen Sie in unserem Special zum Thema.

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