In der Schweiz wird es nun doch keine Initiative zur Wiedereinführung der Todesstrafe geben. Die Organisatoren haben ihre Unterschriftensammlung gestoppt.

In der Schweiz wird es nun doch keine Initiative zur Wiedereinführung der Todesstrafe geben. Die Organisatoren haben ihre Unterschriftensammlung gestoppt.
In der Schweiz können die Bürger selbst die Verfassung ändern, wenn sie nur genug Unterschriften und dann genug Wahlstimmen sammeln. Genau das hatten die Organisatoren der Volksinitiative mit dem Titel "Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch" vor. Sie forderten, dass rechtskräftig verurteilte Sexualmörder mit dem Tod bestraft werden sollen. Die Hinrichtung, so der Plan, solle innerhalb von drei Monaten nach dem endgültigen Urteil vollzogen werden. Die Hinrichtungsmethode bleibe dabei dem Gericht überlassen.
Am Dienstag begann in der Schweiz die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative, 100.000 Bürger hätten sich beteiligen müssen, um den Plan voranzutreiben. Doch am heutigen Mittwoch ist schon wieder Schluss: Die Initiative wurde ohne Angabe von Gründen zurückgezogen.
"Die Initiative war das einzige was wir rechtlich machen konnten um uns Gehör zu verschaffen. Unser Hauptziel war die Bevölkerung auf die Missstände aufmerksam zu machen", teilen die Organisatoren auf ihrer Webseite mit.
Hinter der Initiative zur wiedereinführung der Todesstrafe in der Schweiz steckte Medienberichte zufolge keine politischen Aktivisten oder Gruppen, sondern Hinterbliebene eines Sexualmordes. (bo)
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: