Mit einer riesigen Militärparade mit 14.000 Soldaten, Panzern und Raketen hat Russland des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 67 Jahren gedacht. Mit dabei: Wladimir Putin.



Der neue Präsident Putin nahm gemeinsam mit dem am Vortag ernannten Regierungschef Dmitri Medwedew die traditionelle Militärparade ab. Dabei marschierten dabei rund 14.000 Soldaten über den Roten Platz. Zahlreiche Panzer und atomwaffenfähige Raketen wurden aufgefahren, um die militärische Stärke Russlands zu demonstrieren.
Die Sowjetunion habe bei der Beendigung des Zweiten Weltkrieges eine Schlüsselrolle gespielt, sagte Putin in einer Ansprache vor zahlreichen Veteranen und Sowjetpolitikern, darunter der letzte sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow. Russland habe deshalb auch heute noch das «moralische Recht», seine Haltungen auf der internationalen Bühne «prinzipientreu und entschlossen» zu vertreten. Sein Land werde alles für eine «friedliche und sichere Zukunft» tun, versprach der neue Präsident.
Zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Chicago war die Rede Putins, der seine dritte Amtszeit angetreten hat, mit Spannung erwartet worden. Der 59-Jährige erwähnte jedoch zum Beispiel nicht den scharfen Streit um ein US-Raketenabwehrprojekt in Europa.
Das Staatsfernsehen übertrug die Veranstaltung live. Zum Abschluss flogen fünf Mi-8-Militärhubschrauber über die Basilius-Kathedrale. Russland hatte die Feiern im sowjetischen Stil 2008 wieder aufgenommen. Das Militär befindet sich in der größten Reform seiner Geschichte.
Während in den meisten Ländern der 8. Mai 1945 als Tag der Kapitulation Deutschlands gefeiert wird, gilt in Russland der 9. Mai als Tag des Sieges. Wie zu solchen Anlässen üblich, stiegen vor der Zeremonie auch in diesem Jahr wieder Flugzeuge der russischen Luftwaffe auf, um mit chemischen Mitteln die Regenwolken zu vertreiben und für gutes Wetter zu sorgen. AZ
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