Samstag, 18. November 2017

12:30 Uhr

News-Blog

Singapur handelt nicht mehr mit Nordkorea

Im Atomstreit mit Nordkorea hat Singapur alle Handelsbeziehungen zu dem ostasiatischen Land gekappt. Die News im Blog.

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  • Nordkorea sorgt mit seinen Raketen- und Atomwaffen-Tests weltweit für Unruhe.

  • Die USA kündigten an, das eigene Land und Verbündete mit allen Mitteln zu verteidigen.

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Nordkorea-Krise: News im Blog

17. November: Singapur stellt Handel mit Nordkorea ein

Im Atomstreit mit Nordkorea hat Singapur alle Handelsbeziehungen zu dem ostasiatischen Land gekappt. Seit gut einer Woche dürfen keine Güter mehr zwischen den beiden Ländern gehandelt werden, wie aus einem Rundschreiben der Zollbehörde des Stadtstaats hervorgeht, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das Verbot betreffe "alle kommerziell gehandelten Güter", sagte der Chef der Handelsbehörde des Stadtstaats. Händlern, die das Verbot unterlaufen, drohen dem Rundschreiben zufolge eine Geldstrafe von mindestens 100.000 Singapur-Dollar (rund 63.000 Euro), bis zu zwei Jahre Haft oder beides.

Nordkorea importierte im vergangenen Jahr nach UN-Angaben Waren im Wert von elf Millionen US-Dollar aus Singapur. Damit ist Singapur Nordkoreas achtwichtigster Importpartner. Die weitaus meisten Importe in das isolierte Land kommen aus China (2,4 Mrd US-Dollar), gefolgt von Thailand (64 Mio) und Russland (58 Mio).

16. November: Trump nach Asienreise: "Maximaler Druck" auf Nordkorea

US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Rückkehr von einer knapp zweiwöchigen Asien-Reise eine "Politik des maximalen Drucks" auf Nordkorea angekündigt. Darin sei er sich mit den Regierungen der US-Partner in der Region, vor allem Japan und Südkorea, einig. Mit Japans Regierungschef Shinzo Abe habe er Einigkeit über die "absolute Entschlossenheit" erzielt, die koreanische Halbinsel zu denuklearisieren.

Der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm versichert, dass China seine wirtschaftlichen Druckmittel nutzen werde, um dieses Ziel zu erreichen. Xi habe verstanden, dass Nordkorea eine Bedrohung auch für China sei. Trump erteilte einem so genannten "Freeze-for-Freeze-Deal" eine Absage. Damit ist gemeint, dass im Gegenzug zu einer Beendigung des nordkoreanischen Atomprogrammes die USA und ihre Partner gemeinsame Militärmanöver in der Region einstellen könnten. Solche Pläne seien in der Vergangenheit bereits gescheitert.

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15. November: Nordkorea: Trump verdient Todesurteil

Nordkorea hat seine Verbalattacken gegen US-Präsident Donald Trump fortgesetzt. Unter Anspielung auf die Kritik Trumps an der nordkoreanischen Führung kommentierte die offizielle Zeitung Rodong Sinmun am Mittwoch, dass Trump das Todesurteil verdiene. Das Blatt, das Trump als "alten Sklaven des Geldes" bezeichnete, warf ihm vor, die Würde der obersten Führung von Machthaber Kim Jong Un verletzt zu haben. "Er sollte wissen, dass er ein scheußlicher Verbrecher ist, der von den Koreanern zum Tod verurteilt wurde."

Trump hatte in seiner Rede vor dem südkoreanischen Parlament deutliche Warnungen an die Adresse Nordkoreas gerichtet, den Konflikt um dessen Atomprogramm aber nicht weiter angeheizt. In seiner gut 30-minütigen Ansprache stellte er unter anderem den scharfen Kontrast zwischen einem prosperierenden Südkorea und einem am Boden liegenden Norden heraus. Bereits vor einigen Tagen hatten Trump und die Führung in Pjöngjang gegenseitig bissige Bemerkungen ausgeteilt. Trump stellte am Sonntag während eines Besuchs in Hanoi auf Twitter die spöttische Frage, warum Kim ihn als "alt" beleidige. Er würde ihn "NIEMALS als 'klein und fett'" bezeichnen. Nordkorea hatte zuvor die Rede Trumps in Seoul und seine Warnungen als "rücksichtslose Äußerungen eines verkalkten Alten" bezeichnet.

Familie von nach Nordkorea entführter Japanerin kritisiert Regierung

40 Jahre nach der Entführung einer 13-jährigen Japanerin nach Nordkorea verzweifeln die Eltern an ihrer eigenen Regierung. "Warum können wir sie nicht retten?", fragte die inzwischen 81-jährige Sakie Yokota am Mittwoch laut Medienberichten. Ihre Tochter Megumi war am Abend des 15. November 1977 auf dem Heimweg vom Badminton-Training verschleppt und über das Meer nach Nordkorea gebracht worden. Am 40. Jahrestag der Entführung äußerte ihre Mutter wegen des mangelnden Fortschritts bei der Bemühung um Rückholung ihrer Tochter vor japanischen Medien Unmut über die japanische Regierung. Sie frage sich, ob es richtig gewesen sei, der Regierung zu vertrauen. 

In den 70er und 80er Jahre hatte Nordkorea mehrfach Japaner entführt. Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs Japanisch beibringen und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten. Die kleine Megumi ist dabei das mit Abstand jüngste und in der Öffentlichkeit bekannteste Entführungsopfer. Erst im Jahr 2002 gestand die Regierung in Pjöngjang, 13 Personen entführt zu haben, von denen fünf nach Japan zurückkehren konnten. Die übrigen acht seien gestorben, darunter auch Megumi, die angeblich Selbstmord beging. Für Nordkorea ist die Angelegenheit damit erledigt. Nicht jedoch für die Japaner. Tokio geht zudem von mindestens 17 nach Nordkorea Verschleppten aus.

Zwischenzeitlich hatte die innenpolitisch hoch emotionalisierte Frage der Entführungen Japans Außenpolitik beherrscht wie kaum ein anders Thema. Der rechtskonservative Ministerpräsident Shinzo Abe hatte das Problem sogar zur "höchsten Priorität" erklärt. Geändert hat sich nichts. Angesichts der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm fährt Abe im Einklang mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump einen harten Kurs gegen Pjöngjang. Trump war kürzlich bei seinem Besuch in Japan mit Angehörigen der Entführten zusammengetroffen. Doch die Gespräche mit Nordkorea über die Entführtenfrage kommen nicht voran.

China schickt Sonderbotschafter nach Nordkorea

Chinas Präsident Xi Jinping will inmitten des schwelenden Konflikts um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm seinen Sonderbotschafter nach Pjöngjang entsenden. Song Tao werde am Freitag nach Nordkorea reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Beobachter erwarteten, dass Song die international scharf kritisierten Atomwaffen- und Raketentests ansprechen wird. Xinhua schrieb allerdings lediglich, er werde der nordkoreanischen Regierung über den 19. Parteitag der Kommunistischen Partei berichten, der alle fünf Jahre stattfindet und im Oktober abgehalten worden war.

US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem ersten Besuch in China Xi vergangene Woche aufgefordert, mehr Druck auf Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramm auszuüben. Peking ist seit langem unzufrieden mit dem einstigen Verbündeten. Traditionell waren die hohen Kontakte zwischen beiden Seiten meist über die internationale Abteilung des Zentralkomitees und ihre Konterparts der Arbeiterpartei in Nordkorea gelaufen.

13. November: Nordkoreanischer Soldat flüchtet in den Süden

Ein nordkoreanischer Soldat ist am Montag nach Südkorea geflüchtet. Er wurde bei seiner Flucht von einem anderen nordkoreanischen Soldaten angeschossen und verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab in Seoul meldete. Der flüchtige Soldat kam demnach über die schwer bewachte, demilitarisierte Zone, durch die die beiden verfeindeten Nachbarstaaten getrennt sind.

Asean-Gipfel fordert von Nordkorea Verzicht auf Atomprogramm

Die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) hat Nordkorea zum Verzicht auf sein Atomprogramm aufgefordert. Bei einem Gipfel in der philippinischen Hauptstadt Manila äußerten die zehn Mitgliedsländer am Montag "große Sorge" über die Aufrüstung des kommunistischen Staates. Im Entwurf für die Abschlusserklärung ist von einer "ernsthaften Gefahr für Frieden und Stabilität in der gesamten Region und darüber hinaus" die Rede. Zugleich appellierte die Gemeinschaft an Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, sich an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu halten. An dem zweitägigen Gipfel nimmt als Gast auch US-Präsident Donald Trump teil. Für Trump ist es die letzte Station seiner zweiwöchigen Asien-Reise. Asean feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. Der Gemeinschaft gehören insgesamt zehn Staaten an. 

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte sprach sich zum Auftakt für eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus aus. Duterte ist wegen seines brutalen Vorgehens gegen Drogenkriminelle, bei dem Tausende Menschen starben, höchst umstritten. Am Rande des Gipfels stand auch ein Zweiertreffen zwischen Duterte und Trump auf dem Programm.

12. November: Trump: China will Sanktionen gegen Nordkorea verschärfen - Seitenhiebe auf Kim Jong Un

Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Worten von US-Präsident Donald Trump einer Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea zugestimmt. "Präsident Xi von China hat gesagt, dass er die Sanktionen gegen Nordkorea ausweitet", schrieb Trump am Sonntag während seiner Asienreise von Hanoi aus über den Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump hatte zuvor unter anderem China besucht. Während seines Besuchs in Peking hatte er die Hoffnung geäußert, dass China im Atomkonflikt mit Nordkorea "schneller und effektiver als sonst irgendwer mit diesem Problem umgehen" werde. Die Zeit gehe zur Neige, fügte er hinzu.

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lieferten sich heftige Verbalgefechte.

Am Sonntag legte Trump erneut nach: Er würde Kim niemals als "klein und fett" bezeichnen, schrieb der US-Präsident bei Twitter. "Warum sollte Kim Jong Un mich beleidigen, indem er mich 'alt' nennt, wenn ich ihn niemals als 'klein und fett' bezeichnen würde?", twitterte Trump. Er versuche "so sehr, sein Freund zu sein - und vielleicht wird das eines Tages passieren!"

11. November: Nordkorea bezeichnet Trump als "Kriegshetzer"

In einer Reaktion auf die Asienreise von Donald Trump hat Nordkorea den US-Präsidenten als "Kriegshetzer" bezeichnet. Vor dem Hintergrund des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm warf das Außenministerium in Pjöngjang Trump am Samstag in einer Erklärung vor, förmlich "um einem Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel gebettelt zu haben". "Während des Besuch offenbarte Trump seine wahre Natur als Zerstörer des Weltfriedens und der Stabilität", hieß es weiter. Nordkorea werde seine Pläne zum Aufbau einer Atomstreitmacht beschleunigen. 

Das Ministerium beschuldigte Trump zugleich, lediglich eine "Geschäftsreise" unternommen zu haben, um die amerikanische Verteidigungsindustrie zu bereichern. Die Erklärung wurde von den Staatsmedien veröffentlicht. 

Trotz der Beschuldigungen fiel die Reaktion des diplomatisch isolierten Landes nach Ansicht von Beobachtern eher moderat aus. Trump hatte am Mittwoch bei einem Besuch in Seoul deutliche Warnungen an die Adresse Nordkoreas gerichtet, den Konflikt aber nicht weiter angeheizt.

Großes gemeinsames Militärmanöver der USA und Südkoreas im Pazifik

Inmitten der Spannungen mit Nordkorea haben die USA und Südkorea ein großes gemeinsames Militärmanöver im Westpazifik begonnen. Beteiligt sind drei US-Flugzeugträger sowie sieben südkoreanische Kriegsschiffe, wie das Verteidigungsministerium in Seoul am Samstag mitteilte. Ziel der Übung sei es, die Abschreckung angesichts der Bedrohung durch Nordkorea zu verstärken und jegliche Provokationen durch Pjöngjang abzuwehren, sagte ein Sprecher.

Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass eine derart hohe Zahl an Flugzeugträgern an einem Manöver in der Region beteiligt ist. Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den vergangenen Monaten massiv verschärft. Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Zudem hatte Pjöngjang in den vergangenen Wochen mehrfach Mittelstreckenraketen getestet. In zwei Fällen feuerte Pjöngjang Raketen über Japan hinweg in den Pazifik.

10. November: Papst gegen Atomwaffen: Prahlerei mit Waffenarsenalen ist schädlich

Papst Franziskus hat in Zeiten wachsender Spannungen zwischen den USA und Nordkorea im Atomkonflikt vor einer Prahlerei mit Nuklearwaffen gewarnt und Abrüstung gefordert. "Internationale Beziehungen können nicht von militärischen Kräften, von gegenseitigen Einschüchterungen und vom Vorführen der jeweiligen Waffenarsenale dominiert werden", sagte der Pontifex am Freitag bei einer internationalen Anti-Atomwaffen-Konferenz im Vatikan. 

Massenvernichtungswaffen - insbesondere Atomwaffen - schaffen nach seinen Worten nur ein "falsches Gefühl der Sicherheit". Ihre Existenz trage zu einer "Logik der Angst" bei, die nicht nur die Konfliktparteien betreffe, sondern die gesamte Menschheit. "Denken wir auch an das Risiko einer irrtümlichen Zündung solcher Waffen wegen irgendeines Fehler", warnte Franziskus, der sich schon mehrmals für eine komplette Abrüstung stark gemacht hat. 

An der Konferenz nahm neben mehreren Nobelpreisträgern auch der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, teil. Auch Teilnehmer aus den USA, Russland, dem Iran und Südkorea sowie der Nato waren dabei. Anfang 2017 waren nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri neun Staaten - die USA, Russland, Großbritannien, China, Pakistan, Indien sowie Frankreich, Nordkorea und Israel - insgesamt im Besitz von geschätzten 14.935 Atomwaffen.

Trump: Asien darf nicht durch nordkoreanischen "Diktator" in "Geiselhaft" kommen

Asien darf nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nicht von einem nordkoreanischen "Diktator" in "Geiselhaft" genommen werden. Trump nutzte seine Rede am Freitag beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Vietnam für scharfe Attacken gegen die Führung in Pjöngjang. Der US-Präsident sagte: "Die Zukunft dieser Region und ihrer wundervollen Menschen darf nicht durch die perversen Phantasien eines Diktators über gewaltsame Eroberung und atomare Erpressung in Geiselhaft genommen werden."

Bei seinem Besuch in Peking vor dem Apec-Gipfel hatte Trump im Atomkonflikt mit Nordkorea gemahnt, China müsse seinen Einfluss auf Pjöngjang stärker geltend machen. China habe die Möglichkeit, "dieses Problem einfach und schnell zu lösen", sagte der US-Präsident. In Südkorea hatte er zuvor während seiner knapp zweiwöchigen Asienreise gesagt, jetzt sei "die Zeit für Stärke" gegenüber Nordkorea. Gleichzeitig forderte er Pjöngjang zu Gesprächen über sein Atom- und Raketenprogramm auf.

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Im September drohte Trump in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas.

Trump lobt "produktive" Gespräche über Nordkorea

US-Präsident Donald Trump hat eine positive Bilanz seines ersten Besuches in China gezogen. Vor seinem Weiterflug nach Vietnam, wo er am Asien-Pazifik-Gipfel (Apec) teilnimmt, sprach Trump am Freitag in einem Tweet von "sehr produktiven" Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking bezüglich der Themen Handel und Nordkorea. 

Auf der nächsten Station seiner Asienreise nimmt der US-Präsident im vietnamesischen Küstenort Da Nang am jährlichen Asien-Pazifik-Gipfel (Apec) teil. Es gilt als wahrscheinlich, dass es zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kommen wird. Trumps Frau Melania bleibt in Peking und wollte am Freitag noch die Große Mauer und die Pandas im Zoo der chinesischen Hauptstadt besuchen.

9. November: Von der Leyen zur Nordkorea-Krise: "Kim hört auf kaum noch jemanden"

Zur Lösung der Nordkorea-Krise muss nach den Worten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mehr Druck auf China ausgeübt werden. "Kim hört auf kaum noch jemanden", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag am Rande eines Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. "Aber er hört auf China, deshalb ist die Rolle Chinas so entscheidend." Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm betreffe auch Europa und die Nato. "Es ist kein Land, das weit entfernt ist." Nordkoreanische Raketen könnten die USA, Europa und andere Länder erreichen. Deshalb sei eine diplomatische Lösung des Konflikts umso wichtiger. Zudem müssten die Sanktionen aufrechterhalten werden. Nordkorea müsse überzeugt werden, dass es im eigenem Interesse ist, sich mit an den Verhandlungstisch zu setzen. 

Trump und Xi: Gemeinsamer Glaube an "Lösung" im Atomstreit mit Nordkorea

Am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Peking hat US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping politische Gespräche geführt. Xi empfing Trump am Donnerstag mit militärischen Ehren, bevor die beiden Staatschefs sich zu Gesprächen in der Großen Halle des Volkes zurückzogen.

Hauptthema dürfte das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm gewesen sein. Trump will, dass die Chinesen ihren Einfluss auf Nordkorea stärker geltend machen, um die dortige Führung von ihrem Konfrontationskurs abzubringen. Nach dem Gespräch sagte Trump, er und Xi glaubten, dass es für Nordkorea "eine Lösung" gebe. Trump dürfte auch das riesige Defizit seines Landes im Handel mit China zur Sprache gebracht haben.

Anschließend stand ein Treffen der beiden Präsidenten mit Wirtschaftsvertretern auf dem Programm. Dabei sollen Verträge zwischen chinesischen und US-Firmen mit einem Umfang von 20 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) unterzeichnet werden. Am Nachmittag will Trump den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang treffen. Den Tag schließen wird ein Staatsbankett für Trump und seine Ehefrau Melania.

Trump und seine Frau bleiben noch bis Freitag in China. Bereits am Mittwoch hatte Xi Trump im früheren Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt empfangen.

8. November: Nato-Generalsekretär will internationalen Druck auf Nordkorea erhöhen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat mehr internationalen Druck auf Nordkorea gefordert, damit das Land von seinem Atom- und Raketenprogramm abrückt. "Druck ist nötig, um einen Weg zum Frieden zu finden", sagte Stoltenberg vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Mittwoch in Brüssel. Er warf der nordkoreanischen Regierung "rücksichtsloses Verhalten" vor und verlangte eine vollständigen Umsetzung von UN-Sanktionen gegen Pjöngjang. Dabei sah Stoltenberg "eine besondere Rolle" der Nachbarländer Russland und China.

Trump bricht Flug in demilitarisierte Zone Koreas ab

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch einen überraschenden Besuch in der demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Süd- und Nordkorea vor seinem Eintreffen abgebrochen. Das Weiße Haus gab als Grund schlechtes Wetter an. Zum Zeitpunkt des Fluges habe dichter Nebel geherrscht. Trumps Hubschrauber kehrte laut mitreisenden Reportern am frühen Morgen um. Der Präsident habe eine Stunde auf besseres Wetter gehofft, dann kehrte seine Kolonne nach Seoul zurück.

Vor Trumps Asienreise war gesagt worden, Trump werde wohl nicht in die DMZ kommen. Frühere Präsidenten, darunter auch Trumps Vorgänger Barack Obama und George W. Bush, hatten die Pufferzone zwischen den beiden verfeindeten Ländern besucht. Sie wollten so die Solidarität mit Südkorea unterstreichen und ein Signal der Abschreckung an Nordkorea schicken.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen testete und damit gegen UN-Resolutionen verstieß.

Trump warnt Nordkorea: "Fordert uns nicht heraus"

US-Präsident Donald Trump hat deutliche Warnungen an die Adresse Nordkoreas gerichtet, den Konflikt aber nicht weiter angeheizt. In einer Rede vor der Nationalversammlung in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul sagte Trump am Mittwoch, Nordkorea sei eine Hölle, die kein Mensch verdiene. Er warnte Pjöngjang davor, die USA jemals zu unterschätzen oder herauszufordern. 

"Amerika sucht keinen Konflikt. Aber wir gehen ihm nicht aus dem Weg", sagte Trump. "Jetzt ist die Zeit für Stärke. Wenn du Frieden willst, musst du jederzeit mit Stärke agieren." Trump rief dazu auf, dass alle Nationen Nordkorea isolieren sollten. Das gelte auch für China und Russland. 

Unmittelbar an die Adresse des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un gewandt, sagte Trump: "Deine Waffen machen dich nicht sicherer. Sie gefährden dein Regime. Nordkorea ist nicht das Paradies, das Dein Großvater sich vorgestellt hat. Wir aber bieten einen Weg zu einer besseren Zukunft an." Dafür seien ein Stopp des Waffenprogramms und die völlige Denuklearisierung der Halbinsel zwingende Voraussetzungen.

7. November: Trump: Nordkorea soll an den Verhandlungstisch kommen

Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump das Land zu Verhandlungen aufgefordert. "Es ergibt Sinn für Nordkorea, an den Tisch zu kommen, um eine Vereinbarung zu treffen, die gut ist für die Menschen in Nordkorea und für die Menschen in der Welt", sagte Trump am Dienstag in Seoul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Zugleich drohte Trump, notfalls die "volle Bandbreite" militärischer Mittel gegen Nordkorea einzusetzen.

"Nordkorea ist eine weltweite Bedrohung, die weltweites Handeln erfordert", sagte Trump, der nach einem Besuch in Japan in Seoul eingetroffen war. Die USA und ihre Verbündeten machten hierbei "viele Fortschritte". China sei in dieser Frage "sehr hilfreich". "Wir hoffen, dass auch Russland hilfreich sein wird", sagte Trump.

Trump zu Gesprächen über Nordkorea: "Alles wird funktionieren"

US-Präsident Donald Trump ist zu Gesprächen über den verschärften Konflikt mit Nordkorea und Handelsfragen in Südkorea eingetroffen. Nach seiner Ankunft am Dienstagmittag auf dem Militärstützpunkt Osan besuchte er zunächst einen US-Militärstützpunkt südlich von Seoul. Dort wurde er von Präsident Moon Jae In begrüßt. Beide aßen mit südkoreanischen und amerikanischen Soldaten zu Mittag. Trump war zuvor in Japan. 

Zum Konflikt mit Nordkorea sagte Trump im Stützpunkt Camp Humphreys vor US-Soldaten: "Ich denke, wir werden in gewisser Zeit eine Menge Antworten haben. Am Ende wird alles funktionieren. Weil es immer funktioniert hat - weil es funktionieren muss."

6. November: Trump: "Strategische Geduld" mit Nordkorea am Ende

Nordkorea steht nicht auf dem Reiseplan des US-Präsidenten, doch während seines Asienbesuchs ganz oben auf der Agenda: Von Tokio aus hat Donald Trump erneut deutliche Warnungen an die Führung in Pjöngjang gerichtet. "Die Ära der strategischen Geduld ist zu Ende", sagte der Präsident am Montag nach einem Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe in Tokio.

Das nordkoreanische Atomprogramm bezeichnete Trump als "Bedrohung für die zivilisierte Welt und für den internationalen Frieden und die Stabilität". Trump bezog sich damit auf die Politik der "strategischen Geduld" seines Vorgängers Barack Obama. Dieser hatte die nordkoreanischen Raketentests stets auch verurteilt und neue Sanktionen gegen das Land verhängt.

Südkorea verhängt im Atomstreit neue Sanktionen gegen Nordkorea

Südkorea hat im Atomstreit neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Die südkoreanische Regierung setzte am Montag 18 nordkoreanische Bankenvertreter auf eine Sanktionsliste, die in das Atomprogramm des kommunistischen Landes verstrickt sein sollen. Künftig ist es südkoreanischen Vertretern und Unternehmen damit untersagt, Geschäfte mit den in China, Libyen und Russland ansässigen Nordkoreanern zu machen.

Die Strafmaßnahmen wurden einen Tag vor einem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Seoul vom südkoreanischen Außenministerium bekannt gegeben. Die 18 Nordkoreaner waren zuvor bereits von den USA auf eine Sanktionsliste gesetzt worden. Es sind die ersten unilateralen Sanktionen Südkoreas seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Moon Jae In im Mai. Im September hatte auch der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

5. November: Trump schließt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim nicht aus

Donald Trump hat ein Treffen mit Kim Jong Un nicht ausgeschlossen. "Ich würde mich mit jedem zusammensetzen", sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der US-Fernsendung Full Measure. Er sei "natürlich offen" für ein derartiges Treffen, es sei dafür aber noch "viel zu früh". Zunächst müsse die weitere Entwicklung abgewartet werden.

Trump äußerte sich zu Beginn seiner knapp zweiwöchigen Asienreise. "Ich denke, sich mit jemandem hinzusetzen ist keine schlechte Sache", sagte Trump. Dies sei kein Zeichen von "Stärke oder Schwäche". Er treffe sich mit vielen Menschen, sagte er mit Verweis auch auf die zahlreichen Treffen mit asiatischen Staats- und Regierungschefs während seiner Reise.

Bereits im Mai hatte Trump ein Treffen mit Kim unter bestimmten Bedingungen nicht ausgeschlossen. Seitdem verschärfte sich jedoch der Ton. Im September drohte Trump Nordkorea in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit dessen "völliger Zerstörung". Verhandlungen mit Pjöngjang über dessen Atom- und Raketenprogramm tat er als Zeitverschwendung ab. Den Machthaber Kim bezeichnete Trump mehrfach als geisteskranken "kleinen Raketenmann".

Trump: "Kein Diktator" soll die USA unterschätzen

Zum Auftakt seiner knapp zweiwöchigen Asien-Reise hat US-Präsident Donald Trump unverhohlene Drohungen in Richtung Nordkorea gesandt. "Kein Diktator, kein Regime" sollte die USA unterschätzen, sagte Trump am Sonntag vor jubelnden US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota in Japan. Während des Flugs hatte er angekündigt, im Rahmen der Reise auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen zu wollen, um "Putins Hilfe" im Atomkonflikt mit Nordkorea zu erhalten. "Wir werden uns niemals ergeben, niemals wanken oder zögern bei der Verteidigung unseres Volkes, unserer Freiheit und unserer großartigen amerikanischen Flagge", sagte Trump auf dem US-Stützpunkt westlich von Tokio. Anschließend reiste Trump in Begleitung seiner Ehefrau Melania weiter in die Hauptstadt Tokio, um dort mit seinem "Freund", dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, eine Runde Golf zu spielen.

Er wolle das Bündnis mit den USA weiter festigen, sagte Abe bei Trumps Ankunft - "basierend auf unseren Beziehungen des Vertrauens und der Freundschaft mit Präsident Trump". Der US-Staatschef nannte Japan seinerseits "einen geschätzten Partner und entscheidenden Verbündeten der USA". Abe und Trump sind sich in ihrem harten Kurs gegenüber Nordkorea einig.

Nordkorea sei "ein großes Problem für unser Land und für die Welt, und wir wollen es lösen", sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One. Über die Bewohner des abgeschotteten Landes, mit dessen "völliger Zerstörung" Trump im September vor den Vereinten Nationen gedroht hatte, sagte er nur Gutes. "Ich denke, sie sind ein großartiges Volk. Sie sind fleißig. Sie sind freundlich, viel freundlicher, als die Welt weiß oder versteht."

Bericht: Japan hätte laut Trump Nordkorea-Raketen abschießen sollen

US-Präsident Donald Trump hat nach einem japanischen Medienbericht Unverständnis für Tokios Reaktion auf zwei kürzliche Raketentests durch Nordkorea über Japan hinweg geäußert. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo kurz vor dem Auftakt Trumps Besuch in Japan berichtete, habe dieser vor führenden Vertretern südostasiatischer Länder die Ansicht geäußert, Japan hätte die Raketen Nordkoreas abschießen sollen. Er könne nicht verstehen, warum ein Land von Samurai-Kriegern die Raketen nicht abschoss. Die Nachrichtenagentur berief sich auf namentlich nicht genannte Quellen.

Ungeachtet internationaler Sanktionen hatte Nordkorea Ende August und Mitte September Mittelstreckenraketen getestet, die über Japan hinwegflogen und im Pazifik niedergegangen waren. Japans Selbstverteidigungsstreitkräfte hatten nicht versucht, die Raketen abzuschießen. Zur Begründung hieß es, man habe die Raketen vom Start an beobachtet und sei zum Ergebnis gekommen, dass sie nicht auf japanischem Territorium landen würden. Die Raketen waren in extremer Höhe von mehreren Hundert Kilometern über Japan hinweggeflogen.

4. November: Nordkorea schließt Gespräche mit USA über Atomprogramm aus

Angesichts der Asienreise von US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea Gespräche mit den USA über sein Atomprogramm ausgeschlossen. Die USA müssten von der "absurden Idee" abgebracht werden, dass Pjöngjang den internationalen Strafmaßnahmen nachgeben und seine Atomwaffen aufgeben werde, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag in einem Kommentar. Pjöngjang sei "in der finalen Phase, um die atomare Abschreckung fertigzustellen".

Washington solle mit seinen "Tagträumen" von Gesprächen darüber, Nordkorea atomwaffenfrei zu machen, aufhören, schrieb die KCNA weiter. Das Atomprogramm werde solange weitergeführt, bis die "feindselige US-Politik" gegenüber Nordkorea engültig aufhöre.

 

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