Mittwoch, 26. April 2017

11. März 2013 11:21 Uhr

Energie

Streit um Altmaiers Kostenschätzung zur Energiewende

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will nach Zweifeln an seiner Schätzung von bis zu einer Billion Euro möglicher Kosten durch die Energiewende seine Zahlen noch einmal präzisieren.

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Einer Untersuchung zufolge wird die Energiewende billiger als von Umweltminister Altmaier behauptet. Foto: Carsten Rehder/ Symbol dpa

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt in einer Analyse für den Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und Greenpeace Energy zu dem Schluss, dass Altmaier die ohne Reform noch anfallenden Förderzahlungen für erneuerbare Energien viel zu hoch ansetze und Einsparungen durch den Verzicht auf Öl-, Gas- und Kohleimporte verschweige. «Altmaiers Billion summiert falsche Kosten und verschweigt Erträge», kritisierte Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy. Über die Studie hatte zunächst die «Frankfurter Rundschau» (FR) berichtet.

«Diese angebliche Studie ist mit das Dümmste, was mir in letzter Zeit untergekommen ist. Unglaublich», schrieb Altmaier am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter. Dem SPD-Politiker Ulrich Kelber antwortete er zur Billionenschätzung: «Ich hab die Zahl bisher nur einmal genannt zum aufrütteln. Die dumme Rechnung in der FR zwingt mich nun leider zur Antwort.» Antwort Kelber: «Echt, Du wirst jetzt wirklich mal nachrechnen? Das ist ja super, dann wird's ja vielleicht noch seriös». (dpa)

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