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09. November 2009 12:09 Uhr

Kritik an Bildungspolitik und Überfüllun

Studenten besetzen Hörsaal in Tübingen

Aus Protest gegen die Bildungspolitik und aus Solidarität mitösterreichischen Kommilitonen haben mehrere Studenten den größtenHörsaal der Universität Tübingen besetzt.

Tübingen (dpa/lsw) - Aus Protest gegen die Bildungspolitik und aus Solidarität mit österreichischen Kommilitonen haben mehrere Studenten den größten Hörsaal der Universität Tübingen besetzt.

Je nach Tages- und Nachtzeit beteiligten sich an der Aktion seit Donnerstag zwischen zehn und 100 Studierende, sagte ein Sprecher der Universität am Montag. Die Universitätsleitung dulde die Aktion, solange sie friedlich verlaufe. Außerdem räumten die Studenten den Hörsaal im Kupferbau zeitweise für Vorlesungen. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben gebeten sich zurückzuhalten. Die Universität wolle die Besetzungselber regeln, sagte ein Polizeisprecher bereits am Wochenende.

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«Völlige Überlastung der Studiengänge, soziale Ungleichheit im Bildungssystem, chronische Unterfinanzierung der Universitäten und die durch die Umstellung auf Bachelor und Master entstandenen strukturellen Probleme haben das Fass nun auch in Tübingen zum Überlaufen gebracht», begründeten die Studenten ihre Aktion in einer Pressemitteilung.

Sie wollten durch die Besetzung auf Missstände aufmerksam machen und suchten den Dialog, um gemeinsam Lösungsansätze für bessere Lehr- und Forschungsbedingungen zu finden, hieß es.

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