Freitag, 28. November 2014

11. November 2010 08:57 Uhr

Bahnprojekt

Stuttgart 21: Neue Studie nährt ernsthafte Zweifel

Die Wirtschaftlichkeit des geplanten Bahnprojektes "Stuttgart 21" wird immer stärker angezweifelt. Jetzt nährt eine neue Studie zusätzlich Bedenken bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.

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Die Wirtschaftlichkeit des geplanten Bahnprojektes "Stuttgart 21" wird immer stärker angezweifelt. Jetzt nährt eine neue Studie zusätzlich Bedenken bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.

Nachdem die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf das Verkehrsministerium das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Großprojektes mit dem Faktor 1,2 angegeben hatte, berichtete die Zeitung aus der Württembergischen Hauptstadt jetzt, dass die Risikoanalyse des Bundesverkehrsministeriums sogar nur von einem Wirtschaftlichkeitsfaktor von 1,0 ausgeht.

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Dies ist der Minimalwert, welchen die Bundeshaushaltsordnung vorsieht, um Projekte mit Steuergeld zu finanzieren. Peter Ramsauer (CSU) will jetzt den "Bedarfsplan Schiene" präsentieren. Dieser enthält eine Neubewertung der Infrastrukturprojekte. Dem Bericht zufolge gibt es andere Projekte, die eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit aufweisen als die Neubaustrecke.

Die Neubaustrecke ist verknüpft mit dem umkämpften Bahnprojekt "Stuttgart 21". Die Kosten des Projektes werden aktuell mit 4,1 Milliarden Euro beziffert. Die 60 Kilometer lange Neubautrasse zwischen Wendlingen und Ulm soll die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm fast halbieren. Sie soll rund 2,9 Milliarden Euro kosten. Seit Monaten gibt es starke Proteste gegen das Großprojekt. AZ, dapd

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