Sonntag, 26. Mai 2013

09. Mai 2012 08:56 Uhr

Hungerstreik beendet

Timoschenko ins Krankenhaus verlegt

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko wird aus der Haft verlegt. Um die Oppositionsführerin kümmert sich ein deutscher Arzt.

Die inhaftierte Ex-Regierungschefin der Ukraine, Julia Timoschenko, leidet an einem Bandscheibenvorfall und wurde vom Gefängnis in eine Klinik verlegt.
Foto: Sergey Dolzhenko, dpa

Die in Haft erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist aus ihrer Gefängniszelle in Charkow in ein örtliches Krankenhaus verlegt worden. Der Transport der Oppositionsführerin sei in Begleitung des Neurologen Lutz Harms von der Berliner Klinik Charité erfolgt, der die 51-Jährige nun behandeln soll. Das berichteten Medien aus der Ex-Sowjetrepublik am Mittwoch. Die ukrainische Polizei eskortierte am Mittwochvormittag einen Konvoi aus vier Fahrzeugen in das Krankenhaus der ostukrainischen Stadt.

Bandscheibenvorfall wird in Klinik behandelt

Timoschenko hatte angekündigt, nach der Verlegung in die Klinik einen Hungerstreik abzubrechen. Nach eigenen Angaben hatte sie am 20. April mit dem Hungerstreik begonnen. Die wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilte Politikerin klagt seit Monaten über einen schweren Bandscheibenvorfall.

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Spezialisten der Berliner Charité hatten sich vergangene Woche mit Timoschenko auf eine Behandlung in der Klinik von Charkow rund 450 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew verständigt. Das Angebot der Bundesregierung, die Führerin der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 in Deutschland zu pflegen, lehnt Kiew ab.

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