Montag, 24. April 2017

18. April 2017 21:36 Uhr

Gesetzentwurf

Transgender: Belgiens Regierung will Geschlechtsänderung erleichtern

Ein Gesetzentwurf soll Transgender-Menschen in Belgien die Änderung ihres Geschlechts erleichtern. Unter anderem soll für sie die Notwendigkeit einer Sterilisation entfallen.

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Zwei belgische Regierungsmitglieder haben am Dienstag einen Gesetzentwurf eingebracht, der Transgender-Menschen die Änderung ihres Geschlechts erleichtern soll. Unter anderem ist vorgesehen, dass die Notwendigkeit einer Sterilisation entfällt, die bislang Bedingung für eine Geschlechtsänderung in amtlichen Papieren ist. Künftig reicht demnach die »Selbstbestimmung» aus, heißt es im Text des christdemokratischen Justizministers, Koen Geens, und der Staatssekretärin für Chancengleichheit von der Neu-Flämischen Allianz (N-VA), Zuhal Demir.

Viele Transgender-Menschen wollen ihr Geschlecht ändern

Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den geschlechtlichen Merkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden. Viele wollen daher im Laufe ihres Lebens ihr amtlich registriertes Geschlecht und ihren Namen ändern. Vielfach werden sie diskriminiert.

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Dem Gesetzentwurf zufolge sollen die Kandidaten eine »Bedenkzeit» von drei Monaten haben, um sich über die Folgen der Geschlechtsänderung zu informieren. Es soll ihnen erleichtert werden, zu »sein, was sie wirklich sind», ohne »absurden Vorgaben genügen zu müssen». bt/yb/afp

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Brüssel | Belgien


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