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05. Februar 2012 13:31 Uhr

Defacement

Unbekannte hacken Webseite von Karl-Theodor zu Guttenberg

Unbekannte Täter haben die Internetseite von Karl-Theodor zu Guttenberg gehackt - und machten aus dem CSU-Politiker einen "Kuchenminister".

Aus Karl-Theodor zu Guttenberg wird ein "Kuchenminister" - zumindest, wenn es nach den Hackern geht, die am Sonntag seine Internetseite verunstalteten.
Foto: AZ/Screenshot

Wer heute die Seite zuguttenberg.de besucht hat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Statt einer professionellen Selbstdarstellung des früheren Verteidigungsministers und jetzigen EU-Beraters Karl-Theodor zu Guttenberg wurde man auf der Seite von einem Porträtbild des CSU-Politikers begrüßt. Auf seinem Kopf: Ein darauf montiertes Stück Torte und eine brennende Kerze.

"Mit Freude geben wir bekannt, dass Karl-Theodor zu Guttenberg am heutigen Tag zum Bundeskuchenminister ernannt wurde", hieß es im Text daneben. "Als Bundeskuchenminister ist es meine Aufgabe, die Kuchengesetze der Bundesrepublik Deutschland zu wahren und dafür zu sorgen, dass wir auch weiterhin in Frieden essen können", habe zu Guttenberg in seiner Antrittsrede gesagt.

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Zu Guttenberg bekam Sahnetorte ins Gesicht

Wer für die Verunstaltung der Webseite - im Fachjargon spricht man von einem Defacement - verantwortlich ist, blieb zunächst unklar. Nachdem es sich mehr um eine ironisch-kuriose Aktion handelt und weniger um eine boshafte Attacke, könnte es sich um einen Streich von Netzaktivisten gehandelt haben. Defacements werden in der Hacker-Szene oft eingesetzt um zu beweisen, dass eine Internetseite schlecht gegen Angriffe abgesichert war.

Anlass dürfte der "Torten-Angriff" auf den früheren Politikstar am vergangenen Donnerstag gewesen sein. Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich da mit dem Piraten-Politiker und Netzaktivisten Stephan Urbach in einem Café in Berlin-Friedrichshain getroffen, als er von Unbekannten eine Sahnetorte ins Gesicht gedrückt bekam.

Ehefrau jagt Pädophile im Internet

Karl-Theodor zu Guttenberg war vergangenes Jahr als Bundesverteidigungsminister zurückgetreten, nachdem ihm eine Reihe Plagiate in seiner Doktorarbeit nachgewiesen wurden. Er zog zunächst in die USA, dann übernahm er eine neue Aufgabe als Berater der EU für Internetfragen. Seine Frau  Stephanie zu Guttenberg sorgte für Aufsehen, als sie für den Sender RTL2 mit umstrittenen Methoden auf Pädophilenjagd im Internet ging. bo

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