Die Wanze, jetzt sogar mit Kamera, wird salonfähig. Eingebrockt haben uns das die Verrückten, die meinen, mit Terroranschlägen ihrem Gott zu dienen.
Unser erster Zorn über die systematische Aushöhlung traditioneller Bürgerrechte muss also unbelehrbaren islamistischen Fanatikern gelten. Sie bestätigen den Satz: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ja, wir müssen uns gegen diese Leute wehren. Wir müssen sie erwischen, bevor sie in ihrer selbstmörderischen Verblendung bei uns ihre Blutbäder anrichten.
Dies gelingt bisher aber bemerkenswert gut. Gerade ist in England wieder so einer geschnappt worden. Man erschrickt über das, was da an Wahnsinn geplant war; man stellt aber auch mit Genugtuung fest, dass es wieder gelungen ist, vor der Tat zuzuschlagen.
Mit den vorhandenen Mitteln, die ja schon grenzwertig sind, lässt es sich offenbar recht gut arbeiten. Trotzdem sollen nun die Wanzen, die Lauscher und die heimlichen Zuschauer noch tiefer in unsere Privatsphäre eindringen. Nicht nur Verdächtige sind verdächtig sondern auch Freunde, Anwälte Journalisten. Nicht zu fassen!
Muss man denn wirklich an dieser Schraube immer weiter drehen, bis auch die letzte Ecke der Privatsphäre ausgeleuchtet ist?
Die bösen Nachbarn, die leider auch unter uns wohnen, triumphieren, wenn wir aus Angst vor ihnen unsere Lebensart, auch unsere geschützte Privatsphäre, derart bereitwillig aufgeben.
Fast scheint es, als würde der Krieg gegen den Terror staatlicherseits genutzt, um einen krankhaften Lauschwahn auszuleben.
Die traurige Folge ist: Immer mehr Bürger werden dem Lausch-Staat so misstrauisch gegenübertreten wie er ihnen. Eine Schande.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: