Dienstag, 21. Mai 2013

31. August 2011 16:10 Uhr

Schuldenkrise

Vier deutsche Millionäre würden freiwillig mehr Steuern zahlen

Damit Deutschland endlich von seinem riesigen Schuldenberg loskommt, sprechen sich vier deutsche Millionäre für eine Reichensteuer aus. Sie haben einen berühmten Vorredner.

Diese Millionäre würden freiwillig mehr Steuern zahlen.
Foto: dpa

In die Debatte, wie die Schuldenkrise bewältigt werden könnte, haben sich nun vier deutsche Millionäre zu Wort gemeldet. In der Wochenzeitschrift "Zeit" bekundeten sie ihre Bereitschaft, mehr Steuern zu zahlen. «Ich hätte kein Problem, wenn der Spitzensteuersatz angehoben würde», sagte der Versandmilliardär Michael Otto, wie das Blatt am Mittwoch vorab aus seiner neuen Ausgabe meldete. «Das bringt mehr, als die lange geführte Diskussion um eine Vermögensteuer wieder aufzuwärmen.»

Millionäre würden höhere Steuerbelastung akzeptieren

Auch der Hörgeräteunternehmer und Präsident des Fußballclubs  Hannover 96, Martin Kind, hätte nichts dagegen, sich stärker besteuern zu lassen, jedoch nur unter einer ganz bestimmten Voraussetzung: «Ich würde eine höhere Steuerbelastung akzeptieren - verbunden mit der Verpflichtung des Staates, die Mehreinnahmen ausdrücklich zur Schuldentilgung zu  verwenden.»

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Westernhagen: Ein paar Prozentpunkte mehr machen Wohlhabende nicht arm

Den ehemaligen Hamburger Versicherungsunternehmer Jürgen Hunke  zitierte die Wochenzeitung mit der Einschätzung, eine «massive  Erhöhung» der Erbschaftsteuer sei «vernünftig». «Ich rede dabei nicht von dem ersparten Haus, sondern von Menschen mit hunderten Millionen Euro.» Der Rockstar Marius Müller-Westernhagen vertrat die Ansicht, ein paar Prozentpunkte mehr Steuern machten «Wohlhabende nicht arm». «Es werden sogar alle reicher, wenn die  Einnahmen konsequent zur Schuldentilgung genutzt werden und Zukunft statt Zinsen schaffen.» Die deutschen Millionäre sind nicht die ersten, die diese Forderung formulieren. Zuletzt hatte in den USA der Milliardär Warren Buffett nach höheren Steuern für Superreiche gerufen. AFP/AZ

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