Ex-Oberpiraten Marina Weisband hat Mobbing und Sexismus in der Piraten-Partei kritisiert.
Piraten-Politikerin Weisband: Ich bin kein Star
Gegen sexistische Äußerungen in den Parteiforen müsse man sich wehren. Weisband kritisierte auch den mitunter rauen Umgangston bei den Piraten: «Das schreckt nicht nur Frauen oft ab, sondern auch schüchterne Männer und generell Personen ohne dickes Fell.» Ziel der Piraten müsse aber sein, «die Zugänglichkeit von Politik zu erhöhen».

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Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen am 06. Mai 2012 in Schleswig-Holstein, Jost de Jager. Der 47-Jährige will den populären Peter Harry Carstensen als Regierungschef beerben. "Ich habe vielleicht eine andere Art, auf die Menschen zuzugehen, aber sie fremdeln nicht mit mir und ich nicht mit ihnen", sagt der Wirtschaftsminister und weist das Image eines spröden Aktenfressers von sich. Er sieht sich als Teamplayer mit Macherqualitäten. Als der Pastorensohn beim Evangelischen Pressedienst volontierte, fragte ein CDU-Abgeordneter, ob er sein Nachfolger werden wolle. 1996 kam de Jager in den Landtag, 2005 wurde er Staatssekretär, 2009 Minister und 2011 CDU-Landeschef. Als zentrale Herausforderung sieht er die Energiewende.
Foto: Carsten Rehder

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TORSTEN ALBIG (SPD): Der 48-Jährige hat schon einiges hinter sich. Als Sprecher der Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine, Hans Eichel und Peer Steinbrück war er in der großen Politik zu Hause, 2009 wurde er überraschend klar Oberbürgermeister in Kiel. 2011 gewann Albig das Duell um die SPD-Spitzenkandidatur gegen Landesparteichef Ralf Stegner. Nun will er Ministerpräsident werden - an der Spitze einer Koalition mit den Grünen. Darauf steuert der Jurist und glühende Anhänger des Handballclubs THW Kiel selbstbewusst zu. Albig ist Pragmatiker, sagt aber, er sei von Rot-Grün überzeugt. Sein Auftreten wirkt manchmal pastoral: «Sie können mich in einen Gottesdienst stellen, und die Leute würden ganz zufrieden rausgehen.»
Foto: Christian Charisius

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WOLFGANG KUBICKI (FDP): Der 60-Jährige will die FDP vor dem parlamentarischen Aus bewahren, in Kiel und als Wahlkampfhelfer von Christian Lindner auch in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Spruch «Wählen Sie doch, was Sie wollen» blickt Kubicki selbstbewusst von den Wahlplakaten. Bis zu 9 Prozent hält er für möglich, auch wenn die Umfragen die FDP unter 5 Prozent sehen. 2009 schaffte Kubicki mit dem Rekordergebnis von 14,9 Prozent die erträumte Regierungsbeteiligung an der Seite der CDU. Der Fraktionschef steht für liberale Werte und Freiheitsrechte. Der Schnellredner und Scharfdenker zieht gern Strippen - auch mit Blick auf die Bundespartei. Dort stöhnt man nicht selten über ihn. Kubicki ist inzwischen stolzer Opa.
Foto: Carsten Rehder
Piratin Weisband kritisiert Mobbing und Sexismus in Partei
Weisband war beim Piraten-Parteitag am vergangenen Wochenende als politische Geschäftsführerin ausgeschieden. Zu ihrem Nachfolger wurde der Berliner Johannes Ponader gewählt. Sie sei nach ihrem Jahr an der Spitze «erschöpft und ausgezehrt», sagte die 24-Jährige «Zeit Online». Sie habe sich nie als «Star der Piraten» gesehen, sondern als «von den Medien gehypte Person». Innerhalb der Piraten existiere kein Machtgefälle, in der Partei werde sie «ganz normal gegrüßt und geknuddelt».
Weisband von Jahr an der Spitze «erschöpft und ausgezehrt»
Sie ist in Talkshows das attraktive Gesicht der Piraten, sieht sich aber nicht als Star: Marina Weisband sagte jetzt in einem Interview von «Zeit Online», sie sei nur «eine von den Medien gehypte Person». In der Partei gebe es kein Machtgefälle. Sie werde normal gegrüßt und geknuddelt, sagte die 24-jährige ehemalige politische Geschäftsführerin. Auf die Nerven gehen Weisband Mobbing und Chauvi-Sprüche der von Männern dominierten Piraten: «Das schreckt nicht nur Frauen oft ab, sondern auch schüchterne Männer und generell Personen ohne dickes Fell.» Sie selbst sei «erschöpft und ausgezehrt» von ihrem Jahr an der Piraten-Spitze. dpa/afp/AZ
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