Donnerstag, 29. September 2016

25. März 2016 10:10 Uhr

Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Welche Folgen die Verwechslung von AfD und Alfa bei Stimmauszählung hat

Bei der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt ordneten einige Wahlhelfer Stimmen für die AfD irrtümlich der Partei Alfa zu. Welche Änderungen das nun nach sich zieht.

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Panne bei der Landtagswahl: In Sachsen-Anhalt wurden der Partei Alfa einige Stimmen zugeordnet, die eigentlich für die AfD abgegeben worden waren.
Foto: Bernd Wüstneck/Archiv (dpa)

Die rechtspopulistische AfD bekommt einen weiteren Sitz im Landtag von Sachsen-Anhalt. Die Partei werde mit 25 Abgeordneten im neuen Parlament vertreten sein, teilte die Landeswahlleiterin am Donnerstag nach der Sitzung des Landeswahlausschusses in Magdeburg mit. Grund ist eine Panne bei der Stimmenauszählung.

Panne: Wahllokale ordneten Stimmen für die AfD der Partei Alfa zu

In mehreren Wahllokalen waren bei der Landtagswahl am 13. März Stimmen für die AfD irrtümlich der Partei Alfa zugeordnet worden. Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) war vom früheren AfD-Chef Bernd Lucke gegründet worden, nachdem dieser nach einer Niederlage im AfD-internen Machtkampf die Partei verlassen hatte.

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Nach der Feststellung des endgültigen Endergebnisses bekommt die Linkspartei im Magdeburger Landtag nun 16 Mandate und damit eins weniger als bislang gedacht. Die CDU bleibt demnach stärkste Kraft und erhält 30 Sitze im Landtag. Die SPD hat elf Mandaten und die Grünen bekommen fünf Abgeordnetensitze.

CDU, SPD und Grüne in Sachsen-Anhalt hatten bereits kurz nach der Landtagswahl Sondierungsgespräche aufgenommen, um die Chancen für eine gemeinsame Regierungsbildung auszuloten. Vor der Aufnahme offizieller Koalitionsverhandlungen müssen noch die Gremien von Grünen und SPD zustimmen.

Landtagswahlen: Haseloff  will schwarz-rot-grünes Bündnis

Die Grünen wollen auf einem Kleinen Parteitag am 1. April darüber abstimmen. Am 2. April will die SPD dann auf einem Sonderparteitag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden und zugleich eine neue Parteispitze wählen. Nach der Wahlniederlage war innerhalb des Landesverbandes über Konsequenzen gestritten worden. Teile der Basis stellten eine Regierungsbeteiligung in Frage.

Ein schwarz-rot-grünes Bündnis ist für Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die einzige Option, um mit einer stabilen Mehrheit weiter regieren zu können. AFP

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