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12. Februar 2009 19:25 Uhr

Müllverbrennung in Ettringen

"Alter Wein in neuen Schläuchen"

Die neuen Planvorlagen der Papierfabrik Lang in Ettringen haben auch die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" wieder auf den Plan gerufen.

Landkreis/Ettringen (SZ) - Die neuen Planvorlagen der Papierfabrik Lang in Ettringen (wir berichteten) haben auch die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" wieder auf den Plan gerufen.

In einer ersten Grobeinschätzung betrachtet sie die Darstellungen der Firma skeptisch. Es werde alter Wein in neuen Schläuchen präsentiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

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Nach wie vor beabsichtige die Geschäftsführung, im neuen Heizkraftwerk riesige Mengen Müll und Klärschlamm zu verbrennen. "Wir sehen darin eine große Gefahr für die Gesundheit, Umwelt und unsere Heimat", so die Initiative weiter. Die Verantwortlichen nehmen dabei einen plastischen Vergleich zur Hilfe: Ein Mensch, der von 200 auf 180 Kilogramm abnimmt, habe zwar abgespeckt, dennoch bleibe er zu dick und habe ein hohes gesundheitliches Gefahrenpotenzial.

Filtersystem sei weiterhin "absolut unzureichend"

"Sicherlich hat die Firma Lang die geplanten Mengen reduziert, aber auch jetzt droht im Heizkraftwerk in Ettringen eine der größten Müllverbrennungsanlagen Bayerns zu entstehen", heißt es in der Mitteilung weiter. Zudem betrachte man das geplante Filtersystem im Vergleich zu anderen Anlagen weiterhin als "absolut unzureichend".

Die Initiative betont, dass man es durchaus begrüße, wenn durch den Bau eines neuen Heizkraftwerkes Arbeitsplätze gesichert werden. Sie fordert dazu aber eine andere Energieversorgung ohne Müllverbrennung.

Planungsunterlagen zur Beurteilung übergeben

Die bestehende Anlage sei nicht ausgelastet. Aus diesem Grund befürchte man, dass der Müll wohl von weither angekarrt werden müsse - und dadurch zusätzliche Schadstoffe entstehen. Die Planungsunterlagen wurden seitens der Initiative renommierten Umweltinstituten und Gutachtern zur detaillierten Beurteilung übergeben.

Sobald deren Einschätzungen vorliegen, sollen diese in Informationsveranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eine erste Veranstaltung dazu ist am Donnerstag, 26. Februar, in der Stadthalle in Schwabmünchen geplant.

Die Initiative empfiehlt, erneut schriftliche Einwendungen beim Landratsamt Unterallgäu einzureichen. Die nach der ersten Planvorlage eingegangenen Einwendungen behalten zwar ihre Gültigkeit, aber rund 300 davon sind vom Landratsamt aus rechtlichen Gründen abgelehnt worden.

Mehr Informationen unter

www.gesundes-wertachtal.de

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