Samstag, 19. April 2014

30. Januar 2013 04:06 Uhr

Landkreis Augsburg

Am Sonntag standen Bürger Schlange

Enges Rennen beim Volksbegehren zu Studiengebühren

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Nur noch am Mittwoch können Bürger in den Rathäusern  mit ihrer Unterschrift gegen Studiengebühren stimmen. Foto: Ralf Lienert

 Das Ziel lautet zehn Prozent. Darauf arbeiten die Befürworter des Volksbegehrens zur Abschaffung der Studiengebühren in Bayern seit zwei Wochen hin. In Bobingen, Schwabmünchen und Königsbrunn ist dieses Ziel schon erreicht. Ein erstaunlicher Andrang belohnte jene Verwaltungsleute, die eigens am Sonntag die Rathäuser geöffnet hatten.

Ob sich jedoch bayernweit genügend Unterschriften addieren, steht auch vor dem heutigen letzten Tag der Eintragungsfrist nicht fest. Bis zum gestrigen Vormittag haben bayernweit 8,61 Prozent aller Wahlberechtigten ihr Votum abgegeben. Auch im Landkreis Augsburg lief das Volksbegehren eher zäh an. Doch in den vergangenen Tagen haben die Gegner der Studiengebühren noch einmal viele Bürger mobilisiert.

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In Königsbrunn zählte die Stadtverwaltung bis zum gestrigen Vormittag 2087 Unterschriften. Das sind vier Stimmen über der Zehn-Prozent-Marke. Noch vor vier Tagen waren es nur 1330 Stimmen (6,38 Prozent). Roland Krätschmer vom städtischen Ordnungsamt erlebt den Endspurt hautnah mit: „Am Sonntag haben sich in zwei Stunden fast 300 Leute eingetragen, das war der absolute Hammer. Die Schlange ging vom Büro bis hinaus zum Gehweg.“ Verschnaufpausen gab es für Krätschmer keine. „Die vergangenen Tage waren schon ein Kraftakt, aber es ist jetzt ein Ende in Sicht.“

In Bobingen war die Beteiligung noch höher. Mit 11,7 Prozent ist die Zehn-Prozent-Marke bereits deutlich übertroffen. Für Ordnungsamtsleiter Bruno Landgraf ist der Ausgang dennoch weiterhin offen: „Wir wissen nicht, wie es in den anderen Städten und Gemeinden aussieht. Aber wir tun alles, damit die Leute weiter bei uns abstimmen können.“ Geöffnet hat das Rathaus auch am heutigen Mittwoch durchgehend von 7.30 bis 17 Uhr. „Teilweise haben die Leute nach den offiziellen Öffnungszeiten sogar geklingelt und konnten dann noch ihre Stimme abgeben“, macht Landgraf den Service für die Bürger anschaulich.

In Schwabmünchen herrschte in den vergangenen Tagen ebenfalls großer Andrang im Rathaus. Innerhalb von vier Tagen stieg die Beteiligung von 6,4 auf 10,5 Prozent.

Das vorläufig Endergebnis des Volksbegehrens soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Die Kommunen müssen bis 12 Uhr ihre Zahlen über die Landkreise ans Statistische Landesamt melden. Dann zählen alle Stimmen, um die Zehn-Prozent-Hürde in Bayern zu überwinden und den Landtag zu einer Entscheidung zu veranlassen.

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