Mittwoch, 22. November 2017

15. Februar 2013 11:17 Uhr

Amazon wählt Betriebsrat

Der 14. Februar wurde für die Belegschaft des Amazon-Logistikzentrums Graben zum "Wahlentinstag". Einen Tag nach der schockierenden ARD-Dokumentation über die desolaten Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter bei Amazon waren die Ziele gesteckt: hohe Beteiligung für ein repräsentatives Ergebnis. Dafür gab es Rosen am Eingang.

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Es ist kalt an diesem 14. Februar. Einem Tag, der eigentlich im Zeichen der Liebe stehen sollte. Es ist Valentinstag. Für die knapp 2500 Mitarbeiter des Grabener Amazon-Werkes hat dieser Tag allerdings noch eine ganz andere Bedeutung. Es ist der Tag nach dem verheerenden Fernsehbericht über die Arbeitsbedingungen beim Online-Versandhaus.

Es ist der Tag, an dem die Belegschaft erstmals einen Betriebsrat wählen kann. Und wie wichtig diese Wahl für die Vertreter der Gewerkschaft und die Betriebsseelsorge ist, macht sich für die Arbeiter schon vor Dienstantritt bemerkbar. Mit roten und gelben Rosen bewaffnet machen sich Erwin Helmer von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, Verdi-Sekretär Thomas Gürlebeck und ihre Helfer auf den Weg vor die Eingangspforte. Sie wollen mit der Aktion aufmerksam machen auf die Wahlen. Über diese einmalige Chance, aktiv an der Unternehmenspolitik teilzunehmen: „Je mehr Arbeiter teilnehmen, desto besser“, sagt Gürlebeck. „Wir brauchen eine hohe Beteiligung, damit wir ein repräsentatives Ergebnis haben. Es sieht nicht schlecht aus.“ Knapp ein Drittel der Wahlberechtigten der Vormittagsschicht hätten ihre Stimme abgegeben. Eine gute Zahl. Eine Zahl, die zeigt, dass sich viele der Mitarbeiter an den Arbeitsbedingungen reiben. Das merkt man, wenn man sich mit ihnen unterhält.

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Den Fernsehbericht von Mittwochabend haben die meisten gesehen und sind schockiert. Gerade der dort skizzierte Umgang mit den Leiharbeitern war vielen von Ihnen so nicht bewusst. Um so größere Hoffnung setzen sie jetzt in die Wahl des Betriebsrats: „Das lassen wir nicht mit uns machen“, sagt einer von ihnen. Er wolle seine Stimme unbedingt abgeben. Überhaupt ist die Unterstützung für die Wahl sehr groß. Es gibt niemanden, der die Wichtigkeit eines solchen Gremiums abstreitet. Auch wenn einige ihren Arbeitgeber in Schutz nehmen: „Ich glaube schon, dass 80 Prozent der hier Beschäftigten gerne zur Arbeit gehen“, sagt eine Mitarbeiterin. „Der Verdienst ist in Ordnung. Das wirklich schlimme sind doch die Leiharbeiterfirmen.“ Eine Meinung, mit der sie nicht alleine dasteht. Doch auch hier hätte der Betriebsrat zukünftig ein gewisses Mitspracherecht. „Es wird spannend“, sagt Betriebsseelsorger Erwin Helmer. „Viel wird davon abhängen, wie der Betriebsrat zusammengesetzt ist.“ Und genau das wird im Laufe des heutigen Tages endgültig feststehen.

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