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04. September 2010 08:21 Uhr

Anwohner ärgern sich über Baustellenverkehr

Mering Brumm! Und wieder brettert ein 40-Tonner durch die schmale Meringer Hartwaldstraße. Teils in Minutenabständen verkehren die großen Laster, die Material von und zur Baustelle an den Gleisen bringen. Für die Anwohner ist die Lärmbelastung enorm. Außerdem fürchten sie die Folgekosten. Die Familie Bernwieser hat beispielsweise schon Risse im Verputz ihres Hauses festgestellt, die sie auf die Vibrationen durch die Fahrzeuge zurückführt. Und die Straße weist unübersehbare Schäden auf. Auch hier werden die Anwohner bei Reparaturen mitzahlen müssen.

Ein 40-Tonner nach dem anderen donnert durch die Hartwaldstraße in Mering. Foto: Anwohner Hartwaldstraße
Foto: Anwohner Hartwaldstraße

Bis zu 200 Laster rauschen an ihrem Haus vorbei, schätzen die Bernwiesers. Und auch andere Anwohner sind genervt. "Die Vibrationen in unserer Küche sind beängstigend", sagt eine Frau. Der Verkehr sei so dicht, dass sie jedes Mal Angst um ihren Hund habe, wenn sie mit diesem vor die Türe geht. In der Hartwaldstraße wohnt auch Merings dritter Bürgermeister, Reiner Heinrich. Das Problem sei kein neues, sagt er: "Den Verkehr haben wir hier seit Beginn des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke nach München." Große Sorge bereitet ihm der Zustand der Fahrbahn. "Bis zum Frühjahr ging es noch. Aber der massive Verkehr jetzt gibt der Straße den Rest." Schon 2004 hatte sich Heinrich an einer Unterschriftenaktion beteiligt. Ziel war es, den Istzustand der Straße zu dokumentieren und mit der Bahn eine Vereinbarung zu treffen, wonach diese sich an den verursachten Schäden beteiligen solle.

Geschwindigkeit wird reduziert

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Laut Bürgermeister Hans-Dieter Kandler existiert keine derartige Vereinbarung mit der Bahn. Und es gebe auch keine Aussicht, diese irgendwie in Haftung zu nehmen, da es sich um eine öffentliche Straße handelt, die jeder befahren darf. "Ich habe das schon mehrmals geprüft, aber es gibt hier rechtlich einfach keine Anspruchsgrundlage", sagt Kandler. Dennoch kann er den Anwohnern ein Zugeständnis machen. "Ich habe jetzt eine dringliche Anordnung herausgegeben, dass in der Hartwaldstraße für die Dauer des Baustellenverkehrs die Geschwindigkeit auf 30 reduziert wird", sagt er.

Wie ein Bahnsprecher erklärt, stehen die Lkw-Transporte in der Hartwaldstraße in Zusammenhang mit der Erneuerung der Bestandsgleise zwischen Mering und Haspelmoor. "Zurzeit werden noch circa 3500 Kubikmeter Kies für die Tiefenentwässerung und circa 10 000 Kubikmeter Schotter über die Hartwaldstraße angeliefert. Etwa die gleichen Mengen werden anschließend über Althegnenberg antransportiert.

Die derzeit stattfindenden Massentransporte über die Hartwaldstraße sollen, je nach Witterung, spätestens Ende September abgeschlossen sein", erklärt der Bahnsprecher. Ansonsten seien dort nur noch gelegentliche Transporte zu erwarten.

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