Donnerstag, 18. Januar 2018

09. Januar 2015 00:31 Uhr

Wettbewerb

Ausgezeichnet: Straßenlampen, die „mitdenken“

Lechwerke und Königsbrunn erfolgreich beim „Land der Ideen“. Intelligente Straßenbeleuchtung wirft auch Fragen auf

i

Die Energiewende, so stellt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher fest, besteht aus vielen kleinen Bausteinen. Einer davon stand gestern in Königsbrunn im Fokus: Die intelligente Straßenbeleuchtung „Bewegtes Licht“. Damit haben die Lechwerke, der Lampenhersteller Leipziger Leuchten und die Städte Königsbrunn und Friedberg beim Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2014“ gepunktet. Jetzt wurden im LEW-Leuchtenpark in Königsbrunn die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichneten Urkunden übergeben.

Sie gelten zwei Beleuchtungsprojekten, bei denen an wenig genutzten Wegen LED-Lampen mit Sensoren und Dimmern gekoppelt sind. Ist niemand unterwegs, sind die Lampen auf zehn Prozent der Leistung gedrosselt. Erfassen die Sensoren eine größere Bewegung, dann fahren sie in Gruppen zügig auf volle Leistung hoch und etwas später wieder in den Sparmodus. In Königsbrunn konnte man so in einem Jahr rund 70 Prozent Energie (gegenüber regulären LED-Lampen) einsparen, so LEW-Fachmann Christian Mayr.

ANZEIGE

Das sei eine Auswirkung der „LED-Revolution“, erläutert Jörg Hofmann, Geschäftsführer von Leipziger Leuchten. Denn Leuchtdioden – LED ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Light Emitting Diode“ – benötigen wenig Strom und lassen sich perfekt dimmen. Sein Unternehmen hat eine Technik entwickelt, die Lampen untereinander kommunizieren lässt. Sie sind individuell programmierbar.

Die aufwendige Technik ist allerdings (noch) der finanzielle Haken an intelligenter Straßenbeleuchtung. Bei den Pilotprojekten in Königsbrunn und Friedberg haben deshalb die Städte die LED-Straßenlampen angeschafft, die Steuerungstechnik, die damals etwa 250 Euro pro Lampe kostet, finanzierten die Lechwerke. Das sei noch ein Hemmschuh für die Umrüstung im großen Stil, räumt Bürgermeister Franz Feigl ein. Zudem seien auf öffentlichen Straßen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit hoch.

Als Beitrag zum Energiesparen könne er sich aber vorstellen, dass die Stadt nach und nach die etwa 400 „Lichtpunkte“ an Verbindungswegen, die nur Fußgänger und Radler nutzen, mit „bewegtem Licht“ ausstattet. Immerhin sei die dimmbare Straßenbeleuchtung auch ein Schritt gegen nächtliche „Lichtverschmutzung“. Das zeigen ihm positive Rückmeldungen von Spaziergängern auf der Ulrichshöhe.

Ob das häufige Dimmen die Lebensdauer der LED-Lampen beeinträchtige, wollte Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein wissen, der wie Simone Strohmayr und Carolina Trautner zum Termin gekommen war. Ganz im Gegenteil, informierte Christian Mayr. Denn das senke die Temperatur der Lampen und erhöhe damit deren Lebensdauer.

i

Ihr Wetter in Schwabmünchen
18.01.1818.01.1819.01.1820.01.18
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                Schneeregen
	                                            Wetter
	                                            Schneeschauer
                                                Wetter
                                                Schneeregen
Unwetter1 C | 7 C
-2 C | 4 C
-2 C | 3 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Top-Angebote

Alle Infos zum Messenger-Dienst

Bauen + Wohnen

Tarifreform im Nahverkehr
Wie ist der neue Tarif für Sie?

Unternehmen aus der Region

Partnersuche