Schwabmünchen Die Situation am Breitweg in Höhe der Leonhard-Wagner-Schulen bezeichnet Kreis- und Bezirksrat Manfred Buhl (FDP) schlichtweg als "brenzlig". Mit der Meinung steht er nicht alleine da, wie jetzt bei einem von ihm angeregten Ortstermin, an dem auch Vertreter des Landratsamtes, der Polizei, des Busunternehmens Stuhler, der Schulleitungen, des Elternbeirats und der Stadt teilnahmen, deutlich wurde.

In den frühen Morgenstunden geht es am Breitweg rund: Die Schulbusse fahren in kurzen Intervallen die beiden Haltestellen an, oft stehen bis zu fünf Busse hintereinander, sodass die Schüler an unbefestigten Stellen aussteigen müssen. Der Radweg, der über die Bushaltestelle verläuft, wird rege frequentiert, Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, und auch der Berufsverkehr läuft schon auf Hochtouren.
Nicht zuletzt durch die Umbaumaßnahmen in der Innenstadt hat hier der Verkehr stark zugenommen, nicht alle Autofahrer halten sich zudem an die Geschwindigkeitsgrenzen. "Der Brennpunkt ist vor allem die Bushaltestelle an der Westseite", betont Manfred Buhl. Viele der Schüler überqueren einfach die Straße, statt den längeren Weg durch die Unterführung zu nehmen. "Der Tunnel ist nicht sehr beliebt", sagt Monika Zintel, Rektorin der Hauptschule. Dort würden sich schon am Morgen ältere Jugendliche aufhalten, die dann die Kinder behelligen.
Ideal wäre zwar, wenn alle Busse direkt vor den Schulen - wie es auch mittags der Fall ist - halten würden. Aber: "Die Probleme würden sich dadurch nur verlagern", sagt Richard Stuhler vom gleichnamigen Busunternehmen.
Abgesehen vom Zeitverlust - es müsste ein weiterer Bus eingesetzt werden, um alle Schüler rechtzeitig zu befördern - würde dies zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen am Schulgelände führen. "Die Busfahrer müssten dann zwischen den Autofahrern, den Kindern und Radfahrern rangieren und außerdem an der Kreuzung nur schlecht wieder rauskommen können. So gesehen ist es oben an der Straße sicherer als da unten."
Das Landratsamt, die Schulleitung und die Stadt wollen sich jetzt "Gedanken darüber machen, wie die Situation entschärft werden könnte, und die dafür notwendigen Kosten ermitteln", so Armin Falkenhein, Sachgebietsleiter Schulen.
Einige Vorschläge wurden schon beim Ortstermin genannt: So könnten beispielsweise in der Stoßzeit am Morgen Schulhelfer für die Sicherheit in der Unterführung sorgen. Die östliche Haltestelle könnte weiter vorverlegt und der Aussteigeplatz gepflastert werden. Hilfreich wäre auch eine Absperrung an der westseitigen Bushaltestelle, um das Überqueren der Straße zu verhindern. "Nachdenken sollte man auch über zumindest zeitliche Geschwindigkeitsreduzierung am Breitweg und die Möglichkeiten der Entzerrung des Schulbusverkehrs", meint Kreisrat Buhl.
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