Wetter
So.
20°C
Wetter
Mo.
21°C

16. März 2009 18:40 Uhr

Gesundes Wertachtal

Bürgerinitiative macht weiter Druck gegen Heizkraftwerk

Am Donnerstag, 19. März, läuft die Frist für Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Lang Papier ab. Bei einer der letzten Informationsveranstaltungen vor diesem Stichtag ließ die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" im Gennacher Musikerheim nochmals die Wellen des Unmuts hochschlagen. Von Ivanka Williams-Fuhr Von Ivanka Williams-Fuhr

Gennach. Am kommenden Donnerstag, 19. März, läuft die Frist für Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Lang Papier ab. Bei einer der letzten Informationsveranstaltungen vor diesem Stichtag ließ die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" am Sonntag im Gennacher Musikerheim nochmals die Wellen des Unmuts hochschlagen. "Die geplante Anlage ist in dieser Form der Bevölkerung nicht zuzumuten", so das klare Fazit von Dr. Hermann Fischer, dem Vorstand der Bürgerinitiative, nach einer fast zweistündigen Auseinandersetzung mit den eingereichten Unterlagen der Papierfabrik.

Die Anlage wird jetzt zwar kleiner geplant, die Anteile der Ersatzbrennstoffe und die Menge des Klärschlamms sollen gesenkt werden, "geändert hat sich aber nicht sehr viel", fasste Fischer die Meinung nicht nur der Bürgerinitiative zusammen. "Trotz der Umplanung handelt es sich hier um eine der größten Abfallverbrennungsanlagen Bayerns." Und dagegen will die Bürgerinitiative weiter mobil machen. "Es formiert sich ein breiter Widerstand gegen das Vorhaben", sagte Fischer. Bürger, Gemeinden, Politiker, aber auch Ärzte und Apotheker hätten bereits Einwände eingereicht.

ANZEIGE

Auch bei den neuen Planungsunterlagen hält die Bürgerinitiative an ihren Argumenten fest. Das Heizkraftwerk sei nach wie vor eine Müllverbrennungsanlage mit all den negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. "Die Qualität der Rauchgasreinigung entspricht nur dem untersten Standard der derzeit in Deutschland betriebenen Anlagen", sagte Fischer. Die zu erwartende Schadstoffbelastung sei somit immer noch zu hoch. Und überhaupt: Dass Grenzwerte eingehalten werden, sei nicht genug.

"Was wir brauchen, sind Vorsorgewerte", so Fischer. Die Anlage sei auf 30 bis 50 Jahre geplant und die gesetzlichen Grenzwerte der Emissionen sollen in den kommenden Jahren deutlich nach unten festgesetzt werden. Die Verbrennung von Ersatzbrennstoffen - also von verwertbaren Rohstoffen - bezeichnete Fischer als "absoluten Nonsens". Die ganze Anlage sei sowieso unnötig, da die erforderlichen Abfallmengen heute schon nicht zur Verfügung stehen. Er monierte auch, dass das zur Genehmigung eingereichte Qualitätssicherungskonzept nur als Grobkonzept vorliegt, eine Verfeinerung des Konzeptes soll erst nach Vorliegen der weiterführenden Planung erfolgen. Dies bedeutet, dass jetzt mit Öffentlichkeitsbeteiligung nur eine Teilgenehmigung beantragt wird, Folgegenehmigungen jedoch ohne Mitwirken der Öffentlichkeit erteilt werden können.

Umstrittenes Projekt

Wie Jürgen Weber, Moderator der Veranstaltung, informierte, sind im Vorjahr gegen das umstrittene Projekt im Landratsamt Unterallgäu, der Genehmigungsbehörde des Vorhabens, über 3500 Einwendungen mit mehr als 8000 Unterschriften eingegangen. Er forderte alle Bürger auf, ihre Einwendungen - auch für ihre Kinder - einzuschicken. Die Schreiben müssen Name, Adresse und die konkrete Betroffenheit beinhalten und bis zum 19. März bei der Gemeinde oder im Landratsamt Unterallgäu eingereicht werden.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Anzeige

Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Veranstaltungen vom 27.05.2012
Aktuell meist gesucht

Feuerwehr | Augsburg | Burgau | Bilder | Fasching | unfall


Adressen für Ihre Gesundheit

Adressen für Ihre Gesundheit

Partnersuche