Zehn Jahre stand Thomas Eichner an der Spitze des Burschenvereins Großaitingen. Zehn Jahre hat er große Veranstaltungen wie das Sautrogrennen oder das Burschentheater mit organisiert. Zehn Jahre, in denen er "am Rande eines Herzinfarktes" gestanden war.


Großaitingen. Zehn Jahre stand Thomas Eichner an der Spitze des Vereins. Zehn Jahre lang hat er große Veranstaltungen wie das Sautrogrennen oder das Burschentheater mit organisiert. Zehn Jahre lang habe er "am Rande eines Herzinfarktes" gestanden, wie er zum Abschied scherzhaft bemerkte.
Der langjährige Vorsitzende des Burschenvereins Großaitingen, Thomas Eichner, hat nun bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Grüner Kranz" seinen Rückzug angetreten. Er wird dem Verein aber als Mitglied des Hüttengremiums, das sich um die Verwaltung und Organisation der Vereinshütte im Allgäu kümmert, erhalten bleiben.
Sein Nachfolger ist Tobias Harrand, der bisher als Stellvertreter fungiert hatte. Neuer zweiter Vorsitzender ist Dominic Donderer. In satirisch angehauchter Weise ließ Eichner bei der Versammlung die vergangenen zehn Jahren im Burschenverein Revue passieren.
Dienstältester Vorsitzender geht
So lange wie er hatte bislang keiner in der 105-jährigen Vereinsgeschichte an der Spitze gestanden. In Eichners Amtszeit waren herausragende Ereignisse gefallen. So war er unter anderem verantwortlich für den Kauf und die Renovierung der Selbstversorgerhütte im Allgäu, die in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Auch das 100-jährige Vereinsjubiläum wurde unter seiner Führung im Jahr 2005 gefeiert. Zum Dank für das langjährige Engagement gab es vom Verein viele Geschenke und stehende Ovationen.
Auch über sein letztes Jahr als Vorsitzender zog Eichner eine positive Bilanz. Es sei ebenso arbeitsintensiv wie erfolgreich gewesen, sagte er.
Eichner war nicht der Einzige, der der neuen Führungsriege nicht mehr angehört. Auch Beisitzer Stephan Heckl trat nicht mehr zur Wahl an. Doch alle Posten konnten wieder besetzt werden.
Eine schlagkräftige Mannschaft kann der Burschenverein auch gut gebrauchen. Denn er hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Dazu zählen unter anderem die Fertigstellung der vereinseigenen Selbstversorger-Hütte auf dem "Hündlerücken" bei Oberstaufen. Im Herbst soll die Hütte bezugsfertig sein. An der "Alpe Scheidwang", so der Name, wird seit Mai 2002 gearbeitet. Mehr als 11700 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Burschenvereins bisher in das Projekt gesteckt. Jetzt ist ein Ende in Sicht.
Und auch viele Veranstaltungen in Großaitingen stehen an. Dazu gehören das Aufstellen des Maibaums, das Maifest mit Hobbykünstlermarkt am 1. Mai, der Sommernachtsball am 5. Juni mit der Band "Radspitz", das Sautrogrennen im Juli, die Cocktailparty im Pfarrzentrum am 16. Oktober mit der Band "Acoustic Revolution" und das traditionelle Burschentheater. (SZ)
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