Schwabmünchen (SZ) - Die drittgrößte geplante Abfallverbrennungsanlage Bayerns steht am morgigen Donnerstag, 26. Februar, in der Schwabmünchner Stadthalle auf dem Prüfstand einiger Experten.
Das Vorhaben der Firma Lang, ein Heizkraftwerk zu errichten, steht angesichts der seit 6. Februar ausliegenden Unterlagen erneut im Fokus. Nachdem die Firma für die betroffene Bevölkerung keine öffentliche Informationsveranstaltung mehr durchführt (wir berichteten), setzt die Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal weiter auf Aufklärung über das Großprojekt.
Debatte vom September wird fortgesetzt
Sie veranstaltet deshalb unter dem Motto: "Die drittgrößte Abfallverbrennungsanlage Bayerns auf dem Prüfstand der Experten" morgen ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Schwabmünchen den "Müll-Talk 2" - eine Fortsetzung der Podiumsdiskussion vom vergangenen September. Der Umweltingenieur und Anlagengutachter Peter Gebhardt aus Salzböden sowie der renommierte Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse werden aus ihrer Sicht das Vorhaben und die damit verbundenen Risiken anhand der neuen Antragsunterlagen erläutern.
Mit bis zu 408 000 Tonnen jährlich verbrannter Abfallmenge wäre die Anlage in Ettringen nach wie vor eine der größten Abfallverbrennungsanlagen Bayerns. Nur die Anlagen in München und Schwandorf sind größer. Sie ist damit doppelt so groß wie die AVA Augsburg.
"Schon vorab kommen Experten zu dem Schluss, dass die vorgesehene Rauchgasreinigungsanlage dem untersten Standard der derzeit in Deutschland betriebenen Abgasreinigungsanlagen entspricht", so ein Sprecher der Bürgerinitiative. Auch über die wichtige Frage der Einwendungen, die Frist hierzu endet am 19. März, wird im Rahmen des Müll-Talk 2 informiert.
Verein Gesundes Wertachtal hat fast 800 Mitglieder
Nach der Auftaktveranstaltung in Schwabmünchen werden die einzelnen Bürgerinitiativen vor Ort weitere Informationsveranstaltungen durchführen. Der Verein Gesundes Wertachtal hat inzwischen fast 800 Mitglieder und zählt sich deutschlandweit zu den erfolgreichsten Bürgerinitiativen, die sich gegen die an vielen Orten geplanten oder bereits realisierten Anlagen auf der Basis von Ersatzbrennstoffen wehren.
Weitere Infos im Internet unter www.gesundes-wertachtal.de
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