Die Königsbrunner Horte haben getestet, wie fit die ihnen anvertrauten Kinder sind. Dabei kam eine neu entwickelte Methode zum Einsatz. Und die Kinder machten gleich einen Wettkampf draus. Von Marcus Planckh



Königsbrunn Die Königsbrunner Horte haben systematisch die Fitness der ihnen anvertrauten Kinder getestet - nach einer neu entwickelten Methode, dem Deutschen Motorik-Test (siehe Info-Kasten).
Die Kinder der Delfin-Gruppe im Hort an der Grundschule Süd waren unter den Ersten, die dabei zeigten, wie fit sie sind. Mit großer Begeisterung absolvierten sie nach dem Mittagessen den Parcours, den Dennis Gilg, der Geschäftsstellenleiter des Kommunalunternehmens Kinder, Jugend und Familie Königsbrunn mit drei sportbegeisterten Pädagogik- und Sozialwissenschaftsstudenten aufgebaut hatten.
Erstmals wurde der Deutsche Motorik-Test mit allen Kindern in den Königsbrunner Horten durchgeführt.
Die Fitness der Grundschüler geht jetzt in die wissenschaftliche Untersuchung der motorischen Leistungsfähigkeit der Kinder in Deutschland ein.
"Die älteren Buben machen gleich einen Wettkampf daraus", stellte Erzieherin Jennifer Göschel fest, die Leiterin der Hortgruppe, während die Kinder auf ihre nächste Aufgabe warteten und ihre Erfassungsbögen verglichen. Nach einem Sprint über 20 Meter kam eine weniger rasante Aufgabe, für die sich die Sechs- bis Zehnjährigen brav anstellten: Rückwärts balancieren auf immer schmaleren Balken (sechs Zentimeter hoch, 4,5 und drei Zentrimeter breit).
Über einer Linie beidbeinig hin und her hüpfen war die dritte Aufgabe. Hier stand Dennis Gilg mit der Stoppuhr und war beeindruckt: "Eine Schülerin hat in 40 Sekunden 41 Sprünge geschafft. 30 sind bereits sehr gut, Erstklässler schaffen durchschnittlich gerade 23."
Die Aufgaben sind so gestaltet, dass auch weniger sportliche Schüler gut mithalten können. Die Delfin-Gruppe hatte ganz offensichtlich Spaß dabei. "Die zwei Sachen waren am schwersten", berichtete Felix Tabbert und zeigte zu den Stationen Situps und Liegestütze, während er auf die letzte Aufgabe wartete, den sechsminütigen Dauerlauf.
Hortkinder können jederzeit in die Turnhalle gehen
"Wir machen diesen Test, da er uns auch für unsere Arbeit im Hort Erkenntnisse liefert - etwa, ob die Ernährung stimmt", erklärte Dennis Gilg: "Ich habe einen sehr guten Eindruck, denn unsere Hortkinder liegen mit ihren Ergebnissen leicht über dem Bundesdurchschnitt." Hier zahle es sich offensichtlich aus, dass die Königsbrunner Hortkinder während der Nachmittagsbetreuung jederzeit in die Turnhallen der angrenzenden Grundschulen gehen können.
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