Samstag, 20. Dezember 2014

05. Januar 2013 12:03 Uhr

Sport-und Freizeitpark West

Der erste Baustein für Bad Königsbrunn?

CSU und FDP setzen Konzept der Stadtverwaltung im Rat durch. Anlage für Sole-Inhalation soll kommen

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Königsbrunn Eine Anlage zur Sole-Inhalation, einen neuen Bouleplatz, Fitnessgeräte für ältere Menschen, einen „Trainingspavillon für Kontemplativsport“ – die Stadt Königsbrunn will den Sport- und Freizeitpark in den nächsten Jahren erheblich aufrüsten.

Für die nötigen Investitionen soll mit Unterstützung des Begegnungslands Lech-Wertach der Leader-Fördertopf der europäischen Gemeinschaft und des Freistaats angezapft werden. An der Frage, ob der Unterhalt der Anlagen auf Dauer den Haushalt der Stadt zu sehr belastet, gingen bei der Erörterung im Stadtrat die Meinungen deutlich auseinander. Letztlich stimmten nur CSU und FDP für die Vorlage. Die Vertreter von SPD, Freien Wählern und Grünen hielten einige der Vorhaben für überzogen langfristig zu teuer.

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Bereits im April 2012 hatte der Rat die grundsätzliche Erweiterung mit einem Bürger-Aktiv-Parcour beschlossen. Im November konnte man dann vor dem Rathaus spezielle Fitnessgeräte für die Generation 50+ ausprobieren (wir berichteten). Ähnliche Geräte sollen im Freizeitpark aufgestellt werden.

Über den Sommer wurden im Rathaus weitere Akzente entwickelt, führte Stadtbaumeisterin Martina Illgner aus. Jetzt soll noch ein Dojo, ein hölzerner Trainingspavillon für Kontemplativsportarten, dazu kommen – und eine Anlage zur Sole-Inhalation, eine sogenannte Gradieranlage (siehe Infokasten). Die war im Stadtrat das umstrittenste Projekt des ganzen Pakets.

Bei 412000 Euro brutto liegen die Herstellungskosten, informierte Illgner. Man hoffe dafür auf rund 150000 Euro Zuschuss aus dem Leader-Topf. Beim Entwurf orientiert sich die Stadt an der Anlage, die 2008 im Kurpark von Bad Wörishofen errichtet wurde und sich dort großer Beliebtheit unter Bürgern und Kurgästen erfreut. Sie hatte damals netto 220000 Euro gekostet. Nach Angaben der dortigen Stadtverwaltung addieren sich die Unterhaltskosten pro Jahr auf rund 17000 Euro, so Illgner.

Für die CSU hob 3. Bürgermeister Peter Henkel den Nutzen für die Gesundheit hervor, vor allem bei der Vorbeugung gegen Erkältung und Erkrankungen der Atemwege. Für ihn sei das „aktive Gesundheitsvorsorge“, betonte der, „es muss ja nicht so aufwendig sein wie in Bad Wörishofen.“

Von „mäandernden Planungen“ sprach Florian Kubsch (SPD). „Die Vorschläge häufen sich nach einem Urlaub des Bürgermeisters.“ Als Aktionen gegen die steigende Zahl von Atemwegserkrankungen empfahl er eher ein besseres Verkehrskonzept mit „nicht so viel Autoverkehr zum Einkaufen“ sowie private Initiativen, mit Zuschüssen der Krankenkassen.

Seine Fraktion sehe kein schlüssiges Konzept für Betrieb und Wartung der Anlage und schätzt die genannten Unterhaltskosten als sehr knapp ein. Als die SPD vor einigen Monaten 20000 Euro mehr für Kinderbetreuung im Etat wollte, habe die CSU abgelehnt, führte Kubsch als weiteres Argument an, „weil das ja jährliche Kosten seien“.

Manfred Buhl monierte, dass für die Vorberatung keine Details zum geplanten Betrieb vorliegen. „Wo kommt denn die Sole her?“, wollte er wissen. „Ist das der erste Baustein für ein Bad Königsbrunn?“, stellte er plakativ in den Raum und wies darauf hin, dass ja die Königstherme bereits ein Solebad betreibe.

Für Alwin Jung (Grüne) passt die Gradieranlage „nicht in das Stadtgefüge“. Wichtiger ist ihm eine neue Minigolfanlage als Attraktion für alle Generationen. Irene Tarasenko (Freie Wähler) hielt die Gradieranlage „für nicht so wichtig“, die Investition erscheint ihr sehr hoch. „Bei uns muss es immer vom Feinsten sein“, hielt sie dagegen.

Alexander Leupolz (CSU) sah dagegen in der Anlage „ein Alleinstellungsmerkmal für Königsbrunn“. CSU und FDP stimmten schließlich für das Projekt Gradieranlage – unter der Bedingung, dass dafür Fördergelder zur Verfügung stehen.

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