Die Beschwerden über die Zugverbindung von Schwabmünchen nach Augsburg reißen nicht ab. Die Betroffenen ärgern sich über die Aussagen einer Mitarbeiterin der DB Regio.

Die Beschwerden der Pendler aus Schwabmünchen reißen nicht ab. Kein Wunder, sollen entscheidende Verbesserungen doch erst zum „kleinen“ Fahrplanwechsel am 10. Juni umgesetzt werden (wir berichteten). Was unsere Leser von dem veränderten Angebot seit dem neuen Winterfahrplan halten:
Als langjähriger Kunde des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV) hat sich auch Alfred Hornauer aus Bobingen zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an die Bayerische Eisenbahngesellschaft lobt er ausdrücklich die guten Verbindungen auf der Strecke von Bobingen nach Augsburg kritisiert aber die Lücken in den Abendstunden. Er schreibt: „Lassen Sie den Regionalexpress, der um 20.50 Uhr in Augsburg Hbf nach Buchloe fährt, wie bis zum Fahrplanwechsel wieder in Bobingen halten. (...) Bitte setzen Sie ferner wie bisher auch jetzt wieder zwischen 22.33 und 23.27 Uhr einen Zug nach Bobingen und eventuell weiter bis Schwabmünchen ein.“ Hornung hat außer einer automatischen Rückmeldung noch keine Antwort erhalten.
Hubert Prechtl aus Schwabmünchen stellt sich als Pendler viele Fragen, beispielsweise: Wer trägt die organisatorische und wer trägt die politische Verantwortung für diese Zustände und wer kontrolliert diejenigen, die die Planung vornehmen und diejenigen, die die Leistung zu erbringen haben? Wurden diese Kontroll- beziehungsweise Sorgfaltspflichten verletzt?
Er schreibt: „Es ist für die Fahrgäste, die durch ihr Beförderungsentgelt und ihre Steuern diese Fehlplanung und die Planstellen derer, die sie produziert haben, mitfinanzieren müssen, inakzeptabel, dass berechtigte Beschwerden von den Fachleuten als „psychologisches Problem“ und „mangelnde Flexibilität“ abgetan werden.
Über diese Aussagen ärgert sich auch Michael Schneider aus Mittelstetten. Er hat sich in einem Brief an Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller für dessen Engagement bedankt, die Äußerungen von Bärbel Fuchs von der DB Regio aber scharf kritisiert. Er schreibt: Die Tatsache, dass Pendler „enger zusammenrücken“ müssen, ist weder neu, noch wird sie den Fahrgästen auf der 20-minütigen Fahrt von und nach Augsburg besonders unangenehm vorkommen. Wenn diese Zustände jedoch durch planerisches Eingreifen und durch Streichung von 15 Prozent der Verbindungen herbeigeführt werden, ist das allemal Anlass zu angemessener und konstruktiver Kritik.“
Schneider plädiert deshalb in seinem Schreiben „dringend für weitere Verbesserungen“.
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