Sonntag, 17. Dezember 2017

16. Juni 2014 00:54 Uhr

Lokalklang

Ein Hauch von Bosporus an der Singold

Orientalische Klänge beim Festival im Hof der Mittleren Mühle in Bobingen Von Ingeborg Anderson

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Ein Hauch von Bosporus herrschte im Hof der Mittleren Mühle als dort mit „Alla Turca“ ein weiterer Beitrag der Stadt zum bayernweiten Festival Lokalklang stattfand. Orient und Okzident begegneten sich musikalisch, literarisch und lukullisch. Und gut 150 Besucher ließen sich von der Musik und den Darbietungen mitreißen. Es wurde mit geklatscht und etliche fühlten sich zum Tanzen animiert. Beste Stimmung also unter den Gästen. Auch Organisator Ahmet Erol und Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard freuten sich über den großen Anklang, den die Veranstaltung fand: „Schön ist, dass das Publikum wirklich bunt gemischt ist“, sagte sie.

Wie ein Istanbuler Liebeslied klingt, wenn es in die Oberpfalz verlegt wird, demonstrierte der Augsburger Hofgartenmusikant Michael Bernreuther mit Emre und Eren Erol. Wobei schwäbische Zither, Kanun (orientalische Zither) und Saz sich wunderbar ergänzten und das Publikum bezauberten. Mitreißend war auch der Auftritt der Türkischen Kunst Musik.

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Der Chor mit Musikgruppe, den Ahmet Erol vor etwa drei Jahren ins Leben gerufen hatte, erhielt begeisterten Beifall und richtig fetzig wurde es zu den Darbietungen der Tanzgruppen. Da waren einmal „Die wilden Kerle aus Anatolien“ – Osman, Ömer, Yussuf T. und Yussuf Y. sowie Abdullah, die unter der Leitung von Sinan Aydan einen Säbeltanz einstudiert hatten, den sie mit Charme und unter dem anfeuernden Mitklatschen der Zuschauer vorführten. Und beim Auftritt der Frauengruppe „Sariyaz“ ging die Post richtig ab. Die acht Frauen führten Tänze aus verschiedenen Gegenden der Türkei vor und wenn die Begleitmusik manchmal auch verdächtig nach Techno klang, befeuerte das die Stimmung noch und bald sah man etliche der Gäste ebenfalls tanzen. „Eine tolle Veranstaltung“, fand nicht nur Suat Özdedeoglu, Kassierer des Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins. Erwähnenswert auch das Buffet mit Köstlichkeiten der türkischen Küche, das bei keiner Veranstaltung fehlen darf.

Gemächlicher, aber nicht weniger spannend ging es in der Märchenoase zu: Gabriela Graf und der Schriftsteller Rainer Braune berichteten nicht nur von der Faszination, die der Orient auf die deutsche Literatur ausübte, sondern schlugen das Publikum mit Phantastischem, mit Träumen, Lügengeschichten und Märchen in ihren Bann. In der Märchenoase im Eggersaal trugen sie nicht nur Wilhelm Hauffs Märchen vom „Kalif Storch“ vor. Sie erzählten „Vormärchen“, die bei den traditionellen orientalischen Märchenerzählern vor dem eigentlich zu erzählenden Märchen stehen. Erzählten, wie man mit Lügen zum Herrscher über ein Reich werden kann, denn „seine Lügen zeigen des Menschen tiefste Wahrheit“ - wie es in der Geschichte heißt.

Und das Fazit von Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard lautete: „Wenn diese Veranstaltung so super ankommt, könnte es vielleicht eine Neuauflage im kommenden Jahr geben.“ Sehr gerne.

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