Samstag, 23. September 2017

26. Juli 2016 17:26 Uhr

Königsbrunn

Ein Sommerabend und drei Konzerte

Das Blasorchester hatte bei der vierten Auflage des Konzertabends wieder viel Wetterglück – und kann inzwischen auf ein treues Publikum bauen. Nicht nur Wolfgang Hör war in vielen Rollen gefragt. Von Claudia Deeney

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783 Schritte sind es vom Rathaus der Brunnenstadt bis zum Platz hinter der St.-JohannesKirche. So viele hatte jedenfalls Ulf Kiesewetter gezählt. Der Dirigent des Blasorchesters Königsbrunn freute sich über die zahlreichen sportlichen Besucher, die am Sonntagabend der Einladung zur vierten Promenadennacht gefolgt waren und zu Fuß oder mit dem Fahrrad die insgesamt drei Stationen besuchten, unter ihnen auch Bürgermeister Franz Feigl und seine Stellvertreterin Barbara Jaser.

Vor dem Rathaus, zum Auftakt durch das Jugendblasorchester und das Vororchester der Musikschule, hatten sich schon zahlreiche Gäste eingefunden. Weit mehr, als die Organisatoren wohl erwartet hatten, denn Wolfgang Hör, der Zweite Vorsitzende des Blasorchesters, versprach gleich für das nächste Jahr mehr Sitzgelegenheiten und regte an: „Die Besucher, die einen Sitzplatz ergattert haben und jünger sind als ich, stehen bitte auf und machen ihn für die, die älter sind als ich, frei!“ Das sorgte für große Heiterkeit und Gelächter.

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Mehr als 300 Zuhörer

Hör erwies sich an diesem Abend als ein Mann für alle Fälle. Gleich zu Beginn musste er noch die Posaune eines jungen Musikers reparieren und da es keinen Tuba-Spieler bei der Jugend gibt, spielte Hör auf diesem Instrument mit – und flitzte im Anschluss an das halbstündige Konzert die 783 Schritte zu seinem nächsten Auftrittsort. Hinter der Johanneskirche hatten sich seine Kollegen vom Blasorchester schon in Stellung gebracht. Obwohl dort mehr Bierbänke aufgestellt waren, reichten auch hier die Sitzgelegenheiten bei Weitem nicht aus. Mehr als 300 Musikinteressierte waren gekommen und genossen in der Abendsonne ein breit gefächertes Programm.

Hatte sich die Jugend auf moderne und teils rockige Stücke konzentriert wie „Rolling in the Deep“ der Sängerin Adele oder „The Final Countdown“ der Gruppe Europe, so boten die Erwachsenen Melodien aus dem Film „Frühstück bei Tiffanys“. Dabei spielte Markus Memminger als Solist auf dem Horn die Melodie von „Moon River“ in einer Version, die sicher nicht allzu oft zu hören ist. Die absolute Stille der Zuhörer und der anschließend begeisterte Applaus zeigten deutlich, wie gut diese Interpretation ankam.

„Die Vielfalt, die uns hier geboten wird, ist toll“ 

Auch alle anderen Darbietungen wie die Polka aus „Der Strohwitwer“ oder ein Stück aus dem Musical „Chicago“ erfreuten das Publikum. Simone Galuschka, die mit ihrem Mann Georg und Söhnchen Andreas auf der mitgebrachten Picknickdecke der Musik lauschte, sagte gegenüber unserer Zeitung: „Die Vielfalt, die uns hier geboten wird, ist toll.“ Die Galuschkas waren wie viele andere Besucher bereits zum vierten Mal dabei. Darüber freute sich natürlich auch Walter Schuler, der Vorsitzende der Blasorchester: „Dass wir so viele Stammgäste haben, ist ein großer Erfolg für die Promenadennacht.“ Nach dem Konzert ermunterte Kiesewetter die Gästeschar, auch noch die letzte Station der Promenadennacht aufzusuchen, und hatte dafür ein schlagkräftiges Argument: „Es sind weit weniger Schritte als 783!“

Ob es seine Worte waren oder das schöne Wetter oder die Aussicht auf Biergartenstimmung mit „Promenaden-Semmeln“ und Musik von „Pro Böhmisch“? Egal, der Pausenhof der Mittelschule an der Römerallee war auf jeden Fall voll. Etliche Stadträte waren anwesend. Bürgermeister Feigl, früher sogar Dirigent beim Blasorchester, gestand im Gespräch mit unserer Zeitung, ihn jucke es ziemlich in den Fingern, da mitzuspielen.

Ulf Kiesewetter konnte diesem Bedürfnis ungehemmt nachgeben, denn er gehört zum Ensemble „Pro Böhmisch“ und spielt dort unter der Leitung von Ralph Mocker die Klarinette. Und weil der Abend und die Musik so schön waren, endete er auch nicht planmäßig um 22 Uhr, sondern klang bei wunderbarem Wetter ganz langsam aus.

Erst nach einigen Zugaben war Schluss und die Brunnenstädter und die Besucher von außerhalb gingen langsam nach Hause, mit der Gewissheit: „Nach der Promenadennacht ist vor der Promenadennacht im nächsten Jahr.“

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