Samstag, 20. Januar 2018

12. Januar 2018 09:32 Uhr

Bobingen

Ein kleines Studentenheim in der Singold

Aus einem Triebwerksbau in Bobingen wird ein Apartmenthaus.  Die Schwarzachtaler planen ein Musikerheim und am Wiesenhang sind Stadträte von einem Bauwunsch schockiert.

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Beidseits von der Singold umströmt ist das Triebwerksgebäude der ehemaligen Nudelfabrik an der Wertachstraße in Bobingen. Hier sollen Studentenapartments entstehen. Die Stadt freut sich über das Vorhaben.

Es bahnt sich ein großer Wandel am ehemaligen Bauhofareal an der Wertachstraße in Bobingen an. Für die seit vielen Jahren angestrebte Bebauung durch private Investoren gibt es inzwischen konkrete Pläne einzelner Häuslebauer. Und in unmittelbarer Nachbarschaft könnte auch das Umfeld an der Singold bald deutlich aufgewertet werden. Das Triebwerksgebäude auf der kleinen Insel soll zum Studentenwohnheim umgebaut werden.

Vorgeschichte reicht ins 19. Jahrhundert

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Die ersten Skizzen zu einer entsprechenden Bauvoranfrage lagen nun dem Bauausschuss der Stadt vor. Und der signalisierte seine Zustimmung – wenn einige Anliegen der Stadt noch berücksichtigt werden.

Denn grundsätzlich freut sich die Stadt über die Investitionsbereitschaft der Eigentümer. 20 Einzelzimmer für Studenten wollen sie im ehemaligen Fabrikbau in der Singold einbauen. Die Geschichte der Gebäudeanlage reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Nudelfabrik und Eiswerk sind manchen Bobingern zumindest noch als Begriff in Erinnerung. In den vergangenen Jahrzehnten verfiel die Anlage. Vom ehemaligen Schornstein steht nur noch der unterste Teil. Das etwas traurige Bild dieses Überbleibsels Bobinger Wirtschaftsgeschichte soll sich nun ändern. Ein neues Kapitel in der Nutzung der kleinen Insel steht an. Die Vision von einem „Klein-Venedig“ am Bauhofareal, wie sie vor vielen Jahren einmal Wahlkampfthema der CSU war, könnte sich nun durch die Investition am Nachbargrundstück zumindest in kleinerem Format erfüllen.

Aufwertung fürs Umfeld

Einstimmig stellte der Bauausschuss des Stadtrates sein Einvernehmen in Aussicht. Denn so wie Thomas Hauser (CSU) und Christian Burkhard (SPD) sagten, ergibt sich gerade in Verbindung mit der städtischen Planung für die benachbarte Fläche des ehemaligen Bauhofareals eine starke Verbesserung samt Aufwertung durch einen öffentlichen Weg entlang der Singold.

Einige Anmerkungen werden jedoch im Bauantrag zu berücksichtigen sein: Die Position des Fahrradabstellplatzes und die Sicherstellung von acht Autostellplätzen auf einem Grundstück, welches die Stadt zum Kauf nördlich der Wertachstraße anbietet. Auch auf die Einhaltung des Lärmschutzes im Wohngebäude bei laufendem Triebwerk in der Nacht weist die Stadt hin.

Sein Wohlwollen zeigte der Bauausschuss auch gegenüber einem Vorhaben in Waldberg. Die Schwarzachtaler wollen sich dort im rückwärtigen Teil eines Grundstücks an der Bobinger Straße ein Musikerheim bauen.

Viel Platz für Proben

Auf einer Grundfläche von 20 mal 13 Meter soll es entstehen. Im Erdgeschoss sollen zwei Probe- und Nebenräume eingebaut werden, im Dachgeschoss Proben- und Lagerräume. Einer der Räume im Erdgeschoss könnte mit 124 Quadratmetern auch für Veranstaltungen genutzt werden. Vom entsprechenden Bestuhlungsplan wird es abhängen, wie viele Stellplätze für Autos der Verein nachweisen muss, wenn er den Bauantrag einreicht. Noch weit entfernt von einer Einigung scheinen hingegen die Stadt und Investoren, die eine Wohnanlage am Wiesenhang erweitern wollen. Die Dächer der beiden Gebäude sollen ausgeweitet und umgebaut werden, um 15 neuen Einzelzimmerapartments Platz zu schaffen.

Die Schaffung neuen Wohnraums wird von der Stadt zwar grundsätzlich begrüßt, aber sie wolle keine Nachverdichtung „um jeden Preis“, wie Stadtrat Christian Burkhard sagte. Zum Zweck der „Gewinnmaximierung“ wolle die Stadt auch nicht vom staatlich geförderten städtebaulichen Konzept abweichen, so Bürgermeister Bernd Müller. Nach einer Ortseinsicht störte sich der Bauausschuss weniger an den Dachausbauten, als am Verschwinden von Grundflächen um die Häuser und an einem „Zupflastern“ zugunsten von Stellplätzen. Auch einen zweistöckigen Carport kann sich der Ausschuss dort nicht vorstellen. Eher könnte eine Tiefgarage das Problem lösen, deutete Bürgermeister Müller an. Stadtbaumeister Thierbach wusste bereits von anderen Ideen der Investoren. Eine gemeinsame Gesprächsrunde dazu soll nun abklären, was dort machbar wäre.

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Pitt Schurian

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