Montag, 21. August 2017

20. März 2017 20:11 Uhr

Klosterlechfeld

Eine Kreisstraße sorgt für Unmut

Bei der Bürgerversammlung in Klosterlechfeld wird über die Verkehrsbelastung geklagt. Bürgermeister Schneider sieht nur eine Lösung. Die Bürgerhalle wird ebenfalls thematisiert. Von Hieronymus Schneider

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Die von Ost nach West verlaufende Kreisstraße A19, die in Klosterlechfeld zwischen der Wallfahrtskirche und dem Kalvarienberg hindurchführt, ist stark frequentiert. Anwohner beschweren sich vermehrt über das hohe Verkehrsaufkommen.
Foto: Karl Rosengart

Das größte Problem Klosterlechfelds scheint die zunehmende Verkehrsbelastung zu sein, das wurde bei der Bürgerversammlung in der Aula der örtlichen Grundschule deutlich. Dies spiegelte sich auch in den Wortmeldungen der Bürger wider.

Die Kreisstraße A19 führt als Zubringer für immer mehr Menschen aus dem Lechfeld zur B17 mitten durch den Ort. Vor allem der Schwerlastverkehr beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität, abgesehen von den dadurch verursachten Schäden an der 410 Jahre alten Wallfahrtskirche. Anwohner von Nebenstraßen beklagten, dass dort Lastwagen über 7,5 Tonnen trotz Verbots durchfahren und Autofahrer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometer halten. Täglich fahren bis zu 8000 Fahrzeuge in beiden Richtungen zur oder von der B17 durch Klosterlechfeld.

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“Wer Wohnungen sät, wird Verkehr ernten.“

Eine Lösung sieht Bürgermeister Rudolf Schneider nur in einem gemeinsamen Verkehrskonzept, in dem die Möglichkeiten für eine großzügige Umgehung der Dorfzentren ausgelotet werden. Gemeinderat Christoph Donderer (Freie Wähler) brachte das Dilemma mit der Aussage „Wer Wohnungen sät, wird Verkehr ernten“, auf den Punkt.

Eine Bürgerin klagte über den schlechten Service beim Rufbus, worauf Schneider bestätigte, dass die Inanspruchnahme im vergangenen Halbjahr stark zurückging. Deswegen seien die Gemeinden bereits mit dem Augsburger Verkehrsverbund im Gespräch.

Freuen können sich die Klosterlechfelder auf die 200-Jahr-Feier 2018. Die Projektgruppe hat bereits eine Fülle von Veranstaltungen geplant. Dabei werden die jährlichen Feste wie der Faschingsumzug, der Pfingstmarkt, das Dorffest und der Handwerkermarkt in den historischen Rahmen eingebunden.

Schneider gab zudem einen Überblick über die Gemeinde und deren finanzielle Verhältnisse. Sowohl der Verwaltungs- als auch der Vermögenshaushalt sind seit 2014 kontinuierlich angestiegen. Der Verwaltungshaushalt wird in 2017 die Vier-Millionen-Euro-Grenze übersteigen und der Vermögenshaushalt um 18 Prozent auf fast 2,5 Millionen Euro wachsen. Verantwortlich dafür seien steigende Einkommenssteueranteile, höhere Schlüsselzuweisungen und höhere Kinderbetreuungsförderung.

Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 93 Euro

Im Gegenzug stieg die Kreisumlage an. Investiert hat die Gemeinde überwiegend in das Schulwesen mit der Offenen Ganztagsschule, in Spielplätze und in die Sanierung der Straßen und Rinnen. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist laut Schneider mit etwa 93 Euro sehr erträglich.

Bei den Entwicklungszielen steht der Umbau des Bahnhofsgebäudes zum Vereinszentrum für den Steinheberverein und der Faschingsgesellschaft Lecharia schon konkret auf dem Plan. Eine Million Euro sind dafür veranschlagt, Zuschüsse in Höhe von 600000 Euro werden erwartet. Die Entwicklung des Bereiches östlich der Bahnlinie hängt entscheidend davon ab, ob die am Bahnhof nicht genehmigungsfähige Bürgerhalle nun am Sportgelände gebaut werden kann. Die für den bisher vorgesehenen Standort bereitgestellten Fördermittel sind wieder abgeflossen, weil diese nur für städtebauliche Maßnahmen im Ortszentrum gewährt werden. Über den Stand der Verhandlungen mit der Regierung von Schwaben und dem Bayerischen Landessportverband zur Realisierung eines Bürgerhauses mit integriertem Sportheim konnte der Bürgermeister nichts Konkretes sagen. Dieses Thema müsse erst im Gemeinderat besprochen werden.

Workshops zur Gestaltung der Sportplatzumgebung

Konkret ist dagegen die Ansiedlung eines Netto-Verbrauchermarktes östlich des Sportgeländes und die Verlegung des Wertstoffhofes von der Schwabstadler Straße zur Südseite des Netto-Marktes an die Straße zum Gewerbegebiet „Am Wäldle“. Über die weitere Gestaltung der Sportplatzumgebung haben sich bereits Bürger in zwei Workshops Gedanken gemacht. Eine Detailplanung wurde aber noch zurückgestellt.

Die Einwohnerzahl stieg auf 2900. Es gibt mehr Geburten und Eheschließungen, sowie mehr Zuzüge als Wegzüge. „Wir haben bei großer Bevölkerungsdichte kaum Erweiterungsflächen für Bau- und Gewerbegebiete“, sagte Schneider. Kleine Möglichkeiten bieten sich nur in der Otto-Wanner-Straße, dem Bahnhofsgelände und in der Tankstellensiedlung an, wenn dort die Lärmschutzzone des Militärflugplatzes aufgehoben wird.

Für den demografischen Wandel sieht Schneider seine Gemeinde gut aufgestellt, da Bäcker, Metzger, Apotheke und ein Arzt vorhanden sind. Der Nettomarkt werde das Angebot noch verbessern. Schneider bedauert aber, dass Traditionsgaststätten wie der Grüne Baum und der Postkeller schließen mussten.

Zur Verbesserung der Sozialstruktur wurde die Bürgergemeinschaft Lechfeld gegründet, die eine Vernetzung der ehrenamtlichen Tätigkeit in allen sechs Lechfeldgemeinden zum Ziel hat.

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