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18. März 2010 17:25 Uhr

Landkreis Augsburg

Europäische Ideen ohne keine Grenzen

"Europa in mir" heißt der Schülerwettbewerb der Volkshochschule Augsburger Land. Mit Texten und Bildern sollen Jugendliche ausdrücken, was ihnen zu Europa einfällt. Von Adrian Bauer

Europäische Ideen kennen keine Grenzen
Foto: ALFA
Landkreis Augsburg. "Europa in mir" heißt der Schülerwettbewerb der Volkshochschule (vhs) Augsburger Land. Mit Texten und Bildern sollen die Jugendlichen ausdrücken, was ihnen zu Europa einfällt.

Mit dem Wettbewerb möchte die vhs sich selbst und ihr Leitthema für dieses Schuljahr bei den jungen Leuten im Landkreis bekannter machen. "Europa ist mehr als nur ein Staatenverbund. Alle Länder haben ein gemeinsames Erbe, das auf Toleranz und Verständnis aufgebaut ist", sagte die pädagogische Leiterin Christa Steinhart. Deshalb sei es wichtig, die Jugendlichen über den Unterricht hinaus für den europäischen Gedanken zu begeistern.

vhs-Geschäftsführer Herbert Richter pflichtete bei: "Die europäische Idee ist bei uns schon viel besser integriert, als uns bewusst ist." Grenzenloses Reisen sei mittlerweile ebenso selbstverständlich, wie das Bezahlen mit dem Euro. Auch dass die Kinder schon ab dem Kindergarten eine Fremdsprache lernen, sei Ausdruck des zusammenwachsenden Europa, sagte Richter. "Das soll Schülern, Eltern und Lehrern mit dem Wettbewerb noch einmal vor Augen geführt werden."

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Außerdem will die Bildungseinrichtung mit dem Wettbewerb neue "Kunden" gewinnen. Jugendliche gehören laut Steinhart nicht "zu unserer typischen Klientel". Zur ersten Auflage des Wettbewerbs wäre Geschäftsführer Herbert Richter daher schon zufrieden, wenn von den 28 000 Schülern im Landkreis eine "hohe zweistellige" Zahl von Beiträgen eingeht. Für die vhs-Leitung ist die Premiere des Schülerwettbewerbs ein Experiment.

Daher werden bis zu den Osterferien alle Schulen im Landkreis informiert, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Die Organisatoren hoffen dadurch, viele Lehrer als Partner gewinnen zu können. Bei der Auswertung der Arbeiten wird nach Schularten unterschieden.

Fünfköpfige Jury aus Künstlern und Lehrern

Die Beiträge werden von einer jeweils fünfköpfigen Jury aus Künstlern und Lehrern aus der Region bewertet. Im Bereich Literatur küren Peter Dempf, Martha Schad, Erich Pfefferlen, Christa Oberländer und Jörg Sigmund, leitender Redakteur bei der Augsburger Allgemeinen, die Sieger.

Damit wird die Jury dem europäischen Anspruch des Wettbewerbs gerecht: Martha Schads Bücher wurden in zwölf Sprachen übersetzt, Peter Dempfs Werke in neun Sprachen.

Die bildnerischen Kunstwerke beurteilen Klaus Konze, Friedrich Kuhn, Hans Malzer, AZ-Redakteur Gerald Lindner und vhs-Dozentin Annette Bartusch-Goger. Schirmherr ist Michael Wagner, Gründer der Stiftung "Kinderlachen".

Den Siegern winken "thematisch passende Preise, die zu den Interessen der Jugendlichen passen". Genaueres wollte Christa Steinhart erst einmal nicht verraten. Aber neben Sachpreisen sollen zum Beispiel auch Besuche bei Künstlern in der Region organisiert werden. Was es genau gibt, wird demnächst bekannt gegeben.

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