Die Pläne der Firma Lang seien neu, die Zielsetzung jedoch noch die alte, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal". Deren Vorsitzender Dr. Hermann Fischer fordert das Ettringer Unternehmen daher auf, an einer alternativen Lösung zu arbeiten, die für alle Beteiligten sinnvoll ist.
Wie mehrfach berichtet, stellt sich die Bürgerinitiative gegen das geplante Heizkraftwerk von Lang Papier in Ettringen. Das Unternehmen will jetzt das Kraftwerk umplanen.
"Seitens der Firma wird die Verbesserung angelobt", so Fischer. Die Genehmigung der Grenzwerte in ihrem Maximum bleibe jedoch unverändert, ebenso der Brennstoffmix. Fischer: "So sollen weiterhin 90 000 Tonnen Ersatzbrennstoff und 40 000 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden." Was in der firmeneigenen Zielsetzung als höchstmögliche Energieeffizienz im Sinne von Standortsicherung, Nachbarn und Umwelt angepriesen wird, verkenne und verschweige erneut das gesundheitliche Gefahrenpotenzial, das von der Verbrennung ausgeht, heißt es seitens der Bürgerinitiative.
Hinzu komme der "energetische Irrsinn", nicht selbst brennbare aber zugleich rohstoffreiche kommunale Klärschlämme mitzuverbrennen. "Diesbezüglich wird sich mit der angekündigten Umplanung nichts ändern", heißt es in der Mitteilung. Zudem befürchtet die Initiative, dass Ersatzbrennstoffe über Hunderte von Kilometern aus anderen Bundesländern und dem Ausland nach Ettringen transportiert werden.
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