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Förderverein: „Für Herrgottsruh immer“

Förderverein

„Für Herrgottsruh immer“

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    Die Sanierung der Herrgottsruhkapelle in Mickhausen wird von einer großen Welle der Spenden- und Hilfsbereitschaft getragen. Darüber freuen sich (von links) Architekt Roland Rieger, Vorsitzender Hans Sattelmair, Bürgermeister Hans Biechele und Vize-Vorsitzender Johann Schweinberger.
    Die Sanierung der Herrgottsruhkapelle in Mickhausen wird von einer großen Welle der Spenden- und Hilfsbereitschaft getragen. Darüber freuen sich (von links) Architekt Roland Rieger, Vorsitzender Hans Sattelmair, Bürgermeister Hans Biechele und Vize-Vorsitzender Johann Schweinberger. Foto: Walter Kleber

    Mickhausen Zwei Jahre nach seiner Gründung entwickelt sich der Förderverein Herrgottsruhkapelle Mickhausen mit derzeit 111 Mitgliedern zu einer Erfolgsgeschichte. Bei der Jahreshauptversammlung berichteten Vorsitzender Hans Sattelmair, Bürgermeister Hans Biechele und Architekt Roland Rieger über den Stand der Sanierungsarbeiten an der über 325 Jahre alten Kapelle auf der Anhöhe östlich der Staudengemeinde. Die Unterstützung für den Erhalt des Gotteshauses hält unvermindert an. Hans Sattelmair: „Die ganze Gemeinde steht wie ein Mann hinter dem Bauprojekt!“ Und sogar in den umliegenden Staudengemeinden gibt es viele Spender, denen die Herrgottsruhkapelle am Herzen liegt. Wann immer der Förderverein um Spenden oder Mitarbeit bittet, rennen die Verantwortlichen offene Türen ein: „Für Herrgottsruh immer!“, sei die Standardantwort, wenn er mit einer Bitte um Mithilfe, um eine Baumaschine, ein Fuhrwerk oder um Baumaterial anklopfe.

    Allein das Spendenaufkommen summiert sich seit der Gründung des Fördervereins auf mittlerweile über 35000 Euro. Hinzu kommen 10000 Euro an Erlösen aus den Festen und Veranstaltungen auf der Herrgottsruh, die – vom Förderverein federführend organisiert – ebenfalls komplett in die Kapellensanierung fließen. Doch mit Geld allein ist es nicht getan: Bis jetzt haben die Mitglieder zusätzlich auch noch 1100 Arbeitsstunden in die Sanierung investiert. Nicht mitgerechnet die vielen Stunden, die für Feste und Veranstaltungen ehrenamtlich geleistet wurden. Höhepunkte waren im Jahr 2011 das Funkenfeuer und das Kutschenturnier. Das Kutschenturnier erlebt am Sonntag, 2.September, seine dritte Auflage.

    Freiwillige Helfer legen ordentliches Tempo vor

    Nach dem offiziellen ersten Spatenstich im April 2011 war unverzüglich mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden. Der erste „dicke Brocken“ war der Einbau eines Betonfundamentes, um den drohenden Einsturz der Kapelle zu bannen. Architekt Roland Rieger (Grimoldsried) bezeichnete den Einsatz des Fördervereins als beispiellos. Bisweilen sei er vom Tempo, das die freiwilligen Arbeiter auf der Baustelle vorgelegt hätten, fast überrollt worden.

    Über den Winter ruhten die Arbeiten. Die Erneuerung des morschen Dachstuhles und der Dacheindeckung ist das nächste große Gewerk. Mitte April werden die Zimmerleute anrücken. Die Eigenleistung werde sich hier allerdings in Grenzen halten, weil die Arbeiten am Dach komplett an eine Firma vergeben würden.

    Die Erneuerung des Außen- und des Innenputzes und der Einbau neuer Fenster sind dann die nächsten Schritte. Roland Rieger plädierte dafür, bei der Kapellensanierung keinen unnötigen Zeitdruck aufzubauen, sondern die Arbeiten nach und nach in Angriff zu nehmen.

    Wenn es dieses Jahr kein zwingendes Datum mehr gebe, zu dem die Sanierung abgeschlossen sein muss, solle die Wiedereinweihung des Gotteshauses nicht übers Knie gebrochen und ins Jahr 2013 gelegt werden. Bis dahin ist dann auch die Restaurierung der Innenausstattung – die Decken- und Wandgemälde im Altar- und im Chorraum, das schmiedeeiserne Gitter zwischen Langhaus und Chor sowie die Holzfigur „Christus in der Rast“, die der Kapelle ihren Namen gegeben hat, abgeschlossen.

    Ausgiebig abgewogen wurden bei der Versammlung die Argumente, die nach dem Abschluss der Baumaßnahme für oder gegen eine dauerhafte Absperrung der Kapelle mit einem Metallgitter sprechen. Bislang war der freie und ungehinderte Zugang in das Langhaus der Kapelle rund um die Uhr möglich.

    In einer Probeabstimmung sprachen sich die Versammlungsteilnehmer dafür aus, auch die „neue“ Herrgottsruhkapelle wie bisher für Gläubige und Spaziergänger geöffnet zu lassen.

    Bürgermeister Hans Biechele dankte dem Förderverein und dessen Führungsspitze um Hans Sattelmair für den Einsatz, der eine enorme personelle und finanzielle Entlastung für die Gemeinde bedeute: „Euer Engagement ist im ganzen Dorf spürbar.“ Die Dorfgemeinschaft sei von der Begeisterung für die Rettung der Herrgottsruhkapelle angesteckt – ein Verdienst vor allem von Hans Sattelmair, der treibenden Kraft hinter dem Sanierungsprojekt.

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