Im ehemaligen Sportzentrum Via Claudia im Königsbrunner Gewerbegebiet Süd sind seit einigen Wochen neue Nutzer einzogen. Statt Sportlern im Tennisdress gehen nun buddhistische Mönche in gelben und orangefarbenen Roben ein und aus.

Er verband dies auch mit der Bitte an den Leiter, Abt Phra Padet Jongsakulsiri, die Königsbrunner Öffentlichkeit über das Wirken im Zentrum zu informieren. Sein Gastgeber revanchierte sich mit einem Bildband über die Dhammakaya-Linie des Buddhismus, die besonders in Thailand verwurzelt ist.
Die Dhammakaya International Society of the United Kingdom mit Sitz in London hatte im Sommer das 17 000 Quadratmeter große Sportzentrum an der Heinkelstraße gekauft (wir berichteten) und will dort ein großes Begegnungszentrum einrichten, das - neben der Niederlassung in London - als "Wat Phra Dhammakaya Bavaria" unter den 20 Zentren in Europa eine führende Rolle übernehmen soll.
Schon seit einigen Jahren gab es ein Dhammakaya-Meditationszentrum in Augsburg-Göggingen, das nun aufgegeben wurde. In Königsbrunn leben derzeit etwa fünf Mönche und ebenso viele Mitarbeiter. Für Kurse und buddhistische Zeremonien sollen kurzzeitig auch 200 bis 300 Menschen ins Zentrum kommen.
Der Hauptsitz des Dhammakaya befindet sich in Thailand, nördlich von Bangkok. Dort leben etwa 3000 Mönche, bei großen religiösen Festivitäten kommen bis zu 200 000 Menschen zusammen. Die Einrichtung ist offiziell von der Königlichen Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn anerkannt.
Abt Phra Padet Jongsakulsiri befindet sich zurzeit in Thailand. In Königsbrunn übernehmen er und die ordinierten Mönche gemeinnützige Aufgaben und seelsorgerische Betreuung vor allem auch in thailändischer Sprache.
Die Dhammakaya-Linie ist nach eigenen Angaben eine der ältesten Ausrichtungen der buddhistischen Lehren. Sie wird nicht über Mitgliedsbeiträge, sondern ausschließlich über Spenden finanziert.
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