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18. März 2010 17:25 Uhr

Mickhausen

Gemeindesaal und Schützenheim

In der Schlossanlage in Mickhausen wird eifrig gewerkelt. Und alle Bürger sollen beim Umbau mitanpacken. Die Arbeiten dominieren heuer und in den kommenden Jahren den Haushalt. Geld, das für den Bürgermeister aber gut angelegt ist. Von Peter Stöbich

Mickhausen. In der Schlossanlage in Mickhausen wird eifrig gewerkelt. Bei der Bürgerversammlung in Mickhausen lud Gemeindeoberhaupt Hans Biechele alle Bürger ein, beim Umbau mit anzupacken. Die Arbeiten dominieren heuer und in den kommenden Jahren den Haushalt: Jeweils 300 000 Euro sind für 2010 und 2011 eingeplant, weitere 240 000 Euro dann im Jahr darauf. Dieses Geld sei aber für Gemeindesaal und Schützenheim gut angelegt, sagte der Bürgermeister.

Er rechnet nach der Ausschreibung damit, dass die einzelnen Gewerke im Frühjahr vergeben werden können. Im denkmalgeschützten Nordflügel der ehemaligen Wirtschaftsgebäude im Ortszentrum sollen (wie berichtet) ein Saal für größere Veranstaltungen und ein Domizil für die Schützen entstehen. In einem späteren Bauabschnitt erfolgt die Verlegung der Gemeindekanzlei vom Feuerwehrhaus in Münster in den Ostflügel der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Schlossanlage.

Neben den Kanzleiräumen ist im neuen Rathaus künftig auch ein repräsentativer Saal für die Sitzungen des Gemeinderates vorgesehen. Mit dem Bau des Veranstaltungssaales im Erdgeschoss und des Schützenheimes im Obergeschoss will man der akuten Raumnot begegnen, die seit Langem das öffentliche Leben und die Vereinsaktivitäten in Mickhausen lähmt.

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Damm gegen Hochwasser

Eine wichtige Investition für alle Bürger an Neufnach und Schmutter sind Maßnahmen zum Schutz vor einem sogenannten hundertjährigen Hochwasser. Biechele erinnerte, dass die Gründung eines Zweckverbandes vorbereitet werde und Mickhausen eine gemeinsame Lösung mit Fischach anstrebe.

Wenn sich beide Kommunen einig werden, wollen sie ein Dammbauwerk mit 320 000 Kubikmeter Volumen errichten. Mit rund 250 000 Euro würde Mickhausen dafür 53 Prozent der Kosten übernehmen. Die Gemeinde muss aber erst noch mit drei Grundstücksbesitzern verhandeln.

Neuer Schlepper für 38 000 Euro

In seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht nannte Biechele noch eine Reihe weiterer Maßnahmen und Pläne, wie den Gemeinschaftsstadl und das Baugebiet an der Konradshofer Straße in Grimoldsried, die neue Kinderkrippe, den Kauf eines Schleppers für 38 000 Euro oder eine Urnenwand im Friedhof.

In der Diskussion wurde Kritik an den "katastrophalen Zuständen" im Friedhof laut sowie am Standort des Hochwasserdamms, den ein Zuhörer lieber an einer anderen Stelle gebaut haben wollte.

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