Maximilian Wellner versteht die Sorgen vieler Menschen um ihre Sicherheit im öffentlichen Raum - vor allem, wenn sie an Berichte über gewaltsame Übergriffe auf unbescholtene Bürger denken. Der Leiter der Polizeiinspektion Bobingen versichert aber: "Sie können sich sicher in Bobingen fühlen." Von Pitt Schurian Von Pitt Schurian
Bobingen. Maximilian Wellner versteht die Sorgen vieler Menschen um ihre Sicherheit im öffentlichen Raum - vor allem, wenn sie an Berichte über gewaltsame Übergriffe auf unbescholtene Bürger denken. Der Leiter der Polizeiinspektion Bobingen versichert aber: "Sie können sich sicher in Bobingen fühlen."
Bei der Bürgerversammlung der Stadt belegte er dies in einem Vortrag mit Zahlen und Jahresvergleichen aus der örtlichen Polizeistatistik. Sein Fazit: "Schlägereien und Körperverletzungen haben nicht zugenommen. Aber sie haben eine andere Dimension erreicht. Die Art und Weise, wie zugeschlagen wird, nimmt zu. Und der Respekt nimmt ab - auch gegenüber der Polizei."
Doch sei es nicht alleine ein Teil der Jugendlichen, der der Polizei auffalle. So verzeichne die Inspektion Bobingen eine leichte Zunahme an Verkehrsunfällen. Und hier fielen besonders Radfahrer ohne Licht auf und Unfallfluchten. Hierbei stelle die Polizei als Schuldige jedoch auch Bürger "eines Alters fest, in dem man es eigentlich besser wissen müsste, wie man sich verhält", so Wellner. Doch das war es dann schon, was er an kritischen Anmerkungen aus der Polizeiarbeit ableiten konnte. Insgesamt sprach er von einer deutlichen Abnahme an Straftaten - sowohl in Bobingen als auch im ganzen Inspektionsbereich samt Königsbrunn, Oberottmarshausen und Wehringen.
So registrierte die PI Bobingen in den ersten neun Monaten 2009 insgesamt 1459 Straftaten, 5,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Abnahmen gebe es in fast allen Einzelbereichen. So habe die Gewaltkriminalität nur einen Anteil von 2,3 Prozent (2008: 3,2). Rückgänge meldet Wellner auch bei Rauschgiftdelikten, Sexualdelikten, Betrug und bei Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum.
Schlossknacker klauen Fahrräder
Eine leichte Zunahme an Straftaten gebe es lediglich bei Diebstählen, insbesondere von Fahrrädern. Die Polizei habe deshalb schon den Fahrradabstellplatz am Bahnhof observiert. Sie wisse aufgrund von Spuren: "Da ist einer mit Bolzenschneider unterwegs, der zwickt Fahrradschlösser durch." Und das am helllichten Tag, bevor abends die Pendler mit dem Zug zurückkommen. Und noch etwas fällt auf: "Nur ganz wenige Fahrräder werden bei uns wieder gefunden, dafür fand sich ein Mountainbike in München wieder." Er vermutet einen organisierten Handel über Flohmärkte oder Gebrauchtwarenläden.
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