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19. Oktober 2011 17:22 Uhr

Bundeswehr

Gute Nachrichten für das Geschwader lösen verhaltene Erleichterung aus

Standort und Jagdbombengeschwader 32 sind gerettet, heißt es aus Kreisen des Verteidigungsministeriums. Bürgerinitiative und Lokalpolitiker jubeln – unter Vorbehalt Von Uta baumann und Sarah Wenger

Einsatz lohnt sich – so oder so

Lagerlechfeld Der Bundeswehrstandort Lagerlechfeld ist gerettet. Wie unsere Zeitung aus Kreisen des Verteidigungsministeriums erfahren hat, bleiben der Standort und das Jagdbombergeschwader 32 erhalten. Nähere Informationen zum Standort sind noch nicht bekannt.

Auch wenn bei den meisten eine gewisse Skepsis bleibt – schließlich wird die Entscheidung erst offiziell am kommenden Mittwoch, 26. Oktober, bekannt gegeben – überwiegt in der Region die Freude darüber. „Ich freue mich narrisch“, formulierte es beispielsweise Untermeitingens Bürgermeister Georg Klaußner. Von der Bundeswehr selbst war dazu gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

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Auskunftsfreudiger war die Bürgerinitiative (BI) Pro Lechfeld, die seit einem Jahr für den Erhalt des Standortes kämpft. Der Vorstand der BI hatte die gute Nachricht über den Erhalt des Standortes und des Geschwaders persönlich aus Berliner Kreisen erfahren. Am späten Dienstagabend erhielten sie einen Anruf aus der Hauptstadt.

Eine offizielle Bestätigung des Verteidigungsministeriums liegt allerdings noch nicht vor. Entsprechend vorsichtig sagte Andreas Halscheidt, der zweite Vorsitzende der BI: „So ganz glauben kann ich es noch nicht, aber das wäre natürlich sensationell.“ Damit hätten sich der große Aufwand, die viele Zeit und das darin investierte Geld, gelohnt. „Aber der Erhalt des Standortes ist nicht allein unser Erfolg, sondern der unserer ganzen Region“, betonte Halscheidt. Egal ob Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft oder die Bürger – alle hätten ihren Teil dazu beigetragen. Am meisten freut Halscheidt, dass offenbar auch das Geschwader in Lagerlechfeld stationiert bleibt. „Denn ohne das Geschwader wäre der Standort wie ein Körper ohne Knochen.“

Grabens Bürgermeister Andreas Scharf zeigte sich besonders erleichtert, dass in diesem Fall die Arbeitsplätze auf dem Lechfeld gerettet sind. Er erkundigte sich zuerst danach, ob das Geschwader auf dem Lechfeld bleibt. „Gerettet ist ein vager Begriff“, sagte Scharf. Natürlich freue er sich. Allerdings hätten alle Beteiligten immer betont, dass bis zum Weg zur Pressekonferenz noch mit allem zu rechnen sei.

Ähnlich sieht dies der Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald, der wie er selbst sagt „eine Unzahl an Gesprächen“ geführt hat, in denen er sich für den Erhalt des Standortes Lagerlechfeld eingesetzt hat. Nach seinen Informationen finden die endgültigen Gespräche des Verteidigungsmininsters Thomas de Maizière mit dessen engsten Mitarbeitern erst Anfang nächster Woche statt. „Da ich sehr am Erfolg für unseren Standort interessiert bin, beteilige ich mich nicht an Spekulationen. Ich äußere mich erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist“, sagte Oswald gegenüber unserer Zeitung.

Auch bei Untermeitingens Bürgermeister Klaußner bleibt ein Rest Skepsis. Doch die Freude überwiegt. Er betonte den Verdienst aller, die gekämpft haben: „Es war ein Zusammenwirken aller Kräfte, inklusive Bürgerinitiative, Kommunalpolitik, Landes- und Bundespolitik.“ »Bayern Seite 6

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