"Achtung, hier treibt ein Hundehasser mit Rattengift sein Unwesen": So steht es auf Handzetteln, die zurzeit in Schwabmünchen verteilt und etwa an Telegrafenmasten geheftet werden. Hintergrund ist, dass ein Unbekannter in jüngster Zeit vor allem im Raum Nebelhornstraße versuchte, Hunde zu vergiften.

Wie von der Polizei Schwabmünchen zu erfahren war, erstattete Anfang dieser Woche einer der betroffenen Hundehalter Anzeige. Auch sein Vierbeiner hatte im Bereich Nebelhornstraße einen vergifteten Köder geschluckt und überlebte nur knapp.
Der Köder ist vermutlich eine Wurst
Allein in dieser Woche sollen es aber schon mindestens zwei Hunde gewesen sein, die nach Verzehr von Rattengift, das vermutlich in Wurst verpackt war, tierärztlich behandelt werden mussten, sagen Hundebesitzer. Die Vierbeiner waren so schwer erkrankt, dass teilweise mit dem Ableben gerechnet wurde.
Die Ursache für den Hass auf die Hunde kennen die Tierhalter, die aus Angst vor Rache nicht genannt werden wollen, nicht. Bereits seit Herbst 2006 finden Hundehalter aus dem Süden Schwabmünchens beziehungsweise deren Hunde bei Spaziergängen immer wieder Fleisch am Rande von Feldern und Wiesen - sei es Schweinebraten, Presssack oder Ähnliches, in dem Gift steckt.
Halter wollen eine Belohnung aussetzen
Da die Hundehalter die Vergiftungsversuche nicht mehr hinnehmen wollen, schlossen sie sich zusammen, gaben Handzettel heraus und sammeln derzeit, um eine Belohnung für Hinweise auf den Täter aussetzen zu können.
Außerdem fordern sie alle Hundehalter auf, deren Tiere Vergiftungserscheinungen wie Durchfall und Darmblutungen aufweisen, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.
Hinweise auf den Hundevergifter nimmt die Polizei Schwabmünchen unter der Telefonnummer (0 82 32) 9 60 60 entgegen.
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