Samstag, 30. Juli 2016

18. Februar 2016 10:36 Uhr

Neusäß

Igelstation hat einen neuen Bewohner aus Afrika

So mancher Exot wird im Augsburger Land gehalten. Doch dafür müssen einige Regeln eingehalten werden

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Dieser „Afrikanischer Weißbauchigel“ wurde bei der Igelstation in Neusäß abgegeben. Der stachelige Geselle fühlt sich bei Hannelore Pentenrieder wohl. 
Foto: Marcus Merk

Immer wieder landen auch im Augsburger Land exotische Tierarten. Der wohl jüngste Vertreter ist ein neuer Bewohner der Igelstation Neusäß: Hannelore Pentenrieder von der Igelhilfe Schwaben hat einen afrikanischen Weißbauchigel aufgenommen.

Aus Augsburggekommen

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„Eine Frau aus Augsburg hat das Tier bei uns abgegeben“, berichtet Hannelore Pentenrieder. „Sie zieht nach Berlin und hat keinen Platz für den Igel in der neuen Wohnung mehr.“ Nun hat er in Neusäß Quartier gefunden. „Er kann bei uns nicht ausgewildert werden, weil er immer eine Temperatur von wenigstens 25 Grad braucht“, so die Tierschützerin. Deswegen wird der afrikanische Gast auch dauerhaft bei ihr bleiben. Er gibt sich, anders als seine deutsche Artgenossen, auch nicht mit Katzenfutter zufrieden, sondern braucht Lebendnahrung wie Mehlwürmer.

Nicht unter strengemArtenschutz

Anders als die deutschen und europäischen Igel, die streng geschützt sind und nicht gefangen oder gejagt werden dürfen, werden afrikanische Weißbauchigel derzeit nicht als im Bestand gefährdet angesehen und stehen nicht unter Artenschutz, weiß Hannelore Pentenrieder. Sie würden zum Beispiel im Sudan gefangen und dann nach Amerika oder auch Europa und Deutschland transportiert. „Die dabei überlebenden Tiere werden dann zur Zucht verwendet.“ Bei Tierbörsen würden für einen Weißbauchigel demzufolge 80 bis 100 Euro verlangt.

Doch dieser Igel ist nicht der einzige Exot, mit dem die Fachstelle Artenschutz am Landratsamt zu tun hat. Gehalten werden im Grunde alle Arten von geschützten Tieren, zum Beispiel Schlangen, Geckos, Warane, Schildkröten, Papageien oder heimische Singvögel, die zum Teil genehmigten Einfuhren, aber auch aus deutscher Nachzucht stammen.

Strenge Regelngelten

Wer besonders oder streng geschützte Tiere halten oder vermarkten will, braucht eine Ausnahmegenehmigung. Dazu muss die rechtmäßige Herkunft nachgewiesen werden. Zudem müssen die Tiere bei der Unteren Naturschutzbehörde angemeldet werden.

Wer gegen die artenschutzrechtlichen Bestimmungen verstößt, dem drohen Bußgeld- oder Strafverfahren. Außerdem kann das betreffende Tier beschlagnahmt werden.

Vorsicht geboten ist laut Landratsamt auch bei Urlaubssouvenirs wie Muscheln, Elfenbeinschnitzereien oder tropischen Hölzern. Hier kann es ohne Ausfuhrgenehmigung schon im Urlaubsland zu Problemen kommen. Doch das stört unseren afrikanischen Weißbauchigel nicht. Er fühlt sich bei Hannelore Pentenrieder wohl.

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Ein Artikel von
Gerald Lindner

Augsburger Allgemeine Land
Ressort: Lokalnachrichten Augsburg Land


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