Die Auflösung des JaboG 32 gilt als beschlossene Sache. Nur wann dies konkret geschehen soll, darüber herrscht noch viel Unklarheit. Von Pitt Schurian

Oberst Stefan Scheibl geht davon aus, dass das Jagdbombergeschwader 32 nicht vor April nächsten Jahres aufgelöst wird. Der Kommodore der Luftwaffeneinrichtungen am Lechfeld schließt dies aus einer Ankündigung, wonach das Jabog 32 im März 2013 einer turnusmäßigen Inspektion durch die Nato unterzogen werde. Dabei gehe es darum, die Einsatzfähigkeit der ECR-Tornados und der Geschwader-Angehörigen zu überprüfen.
Das JaboG 32 ist bekanntlich das einzige Geschwader innerhalb der Nato, welches technisch auf die Lokalisierung und Unterdrückung von radargestützten Raketenstellungen spezialisiert ist (ECR). Es war einer entsprechenden Zertifizierung durch die Nato zuletzt 2009 unterzogen worden.
Wie Oberst Scheibl auf Anfrage unserer Zeitung weiter sagte, dürfe man aus dem für März 2013 angesetzten Termin nicht schließen, dass das Geschwader danach entgegen den Plänen zur Bundeswehrreform weiter bestehen müsse oder dass die Inspektion andernfalls keinen Sinn mache. Scheibl: „Bei der Überprüfung geht es um Fähigkeiten. Die gehen nicht verloren, wenn wesentliche Teile des Geschwaders nach Schleswig verlegt werden. Die Fähigkeit bleibt sozusagen unabhängig von der Adresse.“
Der Termin für die alle drei jahre fällige Inspektion steht schon länger fest und wurde nach Bekanntwerden der Pläne zur Bundeswehrreform nicht geändert, sondern bestätigt. Die Auflösung des Einsatzgeschwaders JaboG 32 mit rund 1100 Dienstposten auf dem Lechfeld gilt seit vergangenem Herbst bekanntlich als beschlossene Sache.
Bis 2017 will Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Reformkonzept weitgehend umgesetzt sehen. Auf ein konkretes Datum warten die Soldaten des JaboG allerdings noch.
Wie sich dies auf die Planungen von Oberst Stefan Scheibl beeinflusst, lesen Sie in der Montagsausgabe der Schwabmünchner Allgemeine.
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