Dienstag, 25. April 2017

03. April 2014 00:39 Uhr

Konzert

Klangreise mit Saitenspuren

Mit Gitarre und Laute vom 17. ins 21. Jahrhundert. Lehrer der Musikschule Lechfeld spielt in Graben Von Petra Manz

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Edith Lehner und Norbert Neunzling traten als Gitarrenduo Saitenspuren im Rahmen des Kulturprogramms Graben auf.
Foto: Petra Manz

Historische und moderne Musik für Laute und klassische Gitarre bot jetzt ein Konzert der Musikschule Lechfeld in den Räumen der Bücherei des Kulturzentrums Graben. Norbert Neunzling stellte sich dabei als Lehrer für Gitarre an der Musikschule vor.

Er entführte die rund 25 Zuhörer – zunächst im Solo – mit Renaissance-Laute und Gitarre auf eine Klangreise vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert: Das Repertoire reichte von fröhlichen Tanzliedklängen und Stücken von John Dowland (1563 – 1626), dem berühmtesten Komponisten für die Renaissance-Laute des elisabethanischen Zeitalters, über den modernen kalifornischen Gitarren-Komponisten Andrew York (*1958) bis hin zu dem Japaner Yoshimatsu Takashi (*1953). Dessen Opus „Wind Farbe Vektor“, von Norbert Neunzling hingebungsvoll und ohne Noten interpretiert, verzauberte alle. In drei Sätzen erzählte die Gitarre vom Wind und seinen Formen, und die Zuhörer lauschten „Wind abgewandten“, „Wind stillen“ und „Wind zugewandten“ Gitarren-Klängen.

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Nach der Pause gaben Edith Lehner und Norbert Neunzling als Gitarrenduo Saitenspuren ihr „eigentlich erstes Konzert“, das sie mit Stücken von Andrew York und Fernando Sor einleiteten. Mit ihrer Interpretation von Carlo Domeniconis (*1947) Water Music und Claude Gagnons (*1950) „Comme rivière“ setzten sie – im technisch perfekten Zusammenspiel – Wasserimpressionen in Gitarrenklänge um.

Als Zugabe spielten sie „Westwind“. Das Stück, das Komponist Claude Gagnon dem Sänger und Musiker Bob Dylan gewidmet hat, nahmen die Zuhörer mit auf den Weg nach Hause. Das Duo will bald weitere Konzerte folgen lassen.

„Toll, ganz toll“, resümierte Rainer Rump nach dem Konzert. Auch Irmgard Hiller aus Schwabmünchen, die selbst Gitarre in einem Ensemble für Stubenmusik spielt, war begeistert. „Das macht richtig Lust auf Gitarre“.

Kinder sollen Spaß am Musikinstrument haben

Monika Galkin, Musiklehrerin unter anderem für Harfe an der Musikschule, freute sich über die gelungene Darbietung der Kollegen. Sie war sich mit Susanne Kratzer, die ebenfalls Gitarre in einem Ensemble spielt, einig: „Musik verbindet. Sie hat auch einen sozialen Aspekt und sollte frühzeitig bei Kindern gefördert werden.“ Dem stimmten auch Edith Lehner und Norbert Neunzling zu, die beide erst spät – mit 15 und 17 Jahren – mit dem Gitarrenspielen begonnen haben. Neunzling betonte: „Wir gehen zu den Kindern in die Grundschulen. Wir wollen den Kindern den Spaß am Musikinstrument mitgeben. Ich finde, das Konzept unserer Musikschule ist genau richtig.“

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