Sie waren eine der ersten Schulen im gesamten Landkreis: 2008 wurde an der Grundschule Langerringen eine Bläserklasse ins Leben gerufen. Für viele Kinder steht seitdem zwei Mal pro Woche Blasmusik auf dem Stundenplan.

Inzwischen hat sich viel getan. Aus einer Langerringer Bläserklasse wurden zwei. Überall im Landkreis haben Schulen nach diesem Vorbild ähnliche Projekte gestartet. Und die ersten Nachwuchsmusiker sind dem Grundschulalter entwachsen und musizieren bereits in den Jugendensembles in Gennach und Langerringen. Und der Rest konnte nun bei einem großen Konzert in der Turnhalle sein Können zeigen.
"Wann geht es endlich los?", fragten sich die Kinder der Bläserklasse. Der Andrang an Zuschauern war so groß, dass erst noch Stühle in die Halle geschleppt werden mussten. Die Musikschule hatte unter der Federführung von Franz Müller und Mara Mütel, der Leiterin der Bläserklassen, ein Frühjahrskonzert veranstaltet, bei dem die Bläserklassenkinder aus der dritten und vierten Klasse ihr Können zeigten.
Freude an der Musik steht im Vordergrund
Zunächst standen die Kinder aus der Klasse 2 a auf der Bühne. Ihr Musikunterricht wird seit Schuljahresbeginn in Kooperation zwischen Musik- und Grundschule gestaltet. "Die Legung musikalischer Grundlagen, das wachsende Wissen und Können und die daraus resultierende Freude an der Musik steht hier im Vordergrund", betonte Franz Müller, der Leiter der Musikschule.
Eine solche Grundlage erleichtert den Langerringer Kindern ab der dritten Klasse den Einstieg in die Welt der Blasinstrumente. Die Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Konrad Dobler, lässt sich diese Förderung der musikalischen Jugend etwas kosten.
Keine Nachwuchssorgen bei den Vereinen
Begeistert von dem allseitigen Engagement ist Rudolf Seitz, der an der Musikschule selbst Instrumentalunterricht erteilt, das Projekt Bläserklasse als Bezirksdirigent aber auch aus Sicht der Musikkapellen sieht, die sich im Raum Langerringen wohl in nächster Zeit keine Nachwuchssorgen machen müssen.
Die Früchte der Zusammenarbeit schallten am Sonntag gut vernehmlich durch die Turnhalle. Die Kinder - allesamt wie Konzertprofis in Schwarz und Weiß gekleidet - gaben ihr Bestes und zeigten einzeln, in kleinen Gruppen, mit Lehrer oder ohne, aber eben auch in ihrem Ensemble ihr Können.
Sie kündigten die Stücke selbst an und gaben den Zuhörern zwischendurch immer wieder kleine, spannende Höraufgaben. Mara Mütel führte locker durchs Programm, koordinierte und dirigierte mit viel Fingerspitzengefühl, Spaß und der nötigen Ruhe.
Auch der Schulleiter war begeistert: "Der Erfolg war sehr groß", sagte er. Und damit meinte er wohl nicht nur das Konzert. Sondern das Bläserklassen-Pilotprojekt seiner Schule ganz allgemein. (SZ, monik)
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