Donnerstag, 28. Juli 2016

24. Januar 2016 15:57 Uhr

Schwabmünchen

Kommt Carsharing jetzt auch nach Schwabmünchen?

Die Königsbrunner Autoteiler stellen ihr Konzept vor. Der Bauaussschuss wird die Idee weiterverfolgen. Für wen es sich rechnet und welche Vorteile das Modell hat. Von Christian Kruppe

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Auch die beiden Elektrofahrzeuge in der Wertachau werden vom Königsbrunner Verein gemanagt. Wolfgang Ache, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft, ist von deren Auslastung begeistert.
Foto: Christian Kruppe

Funktioniert Carsharing in Schwabmünchen? Eine Antwort auf diese Frage sucht der Stadtrat. Um sich aus erster Hand zu informieren, lud Bürgermeister Lorenz Müller den Vorsitzenden der Königsbrunner Auto-Teiler in den Bauausschuss ein.

Der Verein wurde 2012 gegründet und ist seitdem stetig gewachsen und erfolgreich. 150 Mitglieder teilen sich die sechs Fahrzeuge in Königsbrunn. Ein weiteres steht in Kleinaitingen. Außerdem betreuen die Königsbrunner die beiden von der LEW in der Wertachau zur Verfügung gestellten Elektroautos. Doch das Angebot ist inzwischen noch größer. Durch eine Kooperation mit der Deutschen Bahn stehen den Vereinsmitgliedern in Deutschland und Europa 5000 Fahrzeuge zur Verfügung.

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Auch der Umweltschutz ist ein wichtiger Faktor

Die große Fahrzeugauswahl ist nicht der einzige Vorteil des Carsharings. Jürgen Müller erklärt: „Wer mit seinem Auto nur 10000 Kilometer im Jahr fährt und es nicht zum täglichen Arbeitsweg braucht, spart mit Carsharing richtig Geld.“ Zudem ist auch der Umweltschutz ein wichtiger Faktor. „Carsharing kann vier bis acht private Autos ersetzten“, rechnet Müller vor. Dadurch werden Ressourcen eingespart und vor allem der Bedarf an Verkehrsflächen reduziert. „Viele unserer Mitglieder haben aufgrund des Carsharings ihren Zweitwagen abgeschafft. Dadurch fahren sie nun auch öfters mal kurze Strecken mit dem Rad oder nutzen den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Jürgen Müller. Er zeigte den Räten auch auf, welche Leistungen der Königsbrunner Verein für Schwabmünchen erbringen könnte und was vonseiten der Stadt nötig wäre. So kämen vonseiten der Brunnenstädter vor allem die Verwaltungsarbeit und die Betreuung der Fahrzeuge.

Die Stadt hätte die Fahrzeuge, deren Stellplatz und die anfallenden Fahrzeugkosten zu tragen, wobei diese in Königsbrunn inzwischen komplett durch die Vermietungseinnahmen gedeckt werden.

Die Idee Carsharing fand bei den Räten gefallen und soll nun weiterverfolgt werden.

Informationen zu den Königsbrunner Autoteilern gibt es unter www.carsharing-koenigsbrunn.de

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