Freitag, 15. Dezember 2017

10. November 2009 18:55 Uhr

Finanzkrise in Ettringen

Lang Papier verschiebt Kraftwerksbau

Die Kraftwerksgegner atmen auf - zumindest vorerst: Das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen wird wohl nicht so bald gebaut. Das Unternehmen teilte am gestrigen Nachmittag in einer Pressemitteilung mit, dass es zu einer "vorübergehenden Verschiebung des Projektstarts" komme. An der Planung wolle man aber festhalten. Von Manfred Gittel und Monika Schmich

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Grund für diese Entscheidung sei die Finanzkrise. Lang-Geschäftsführer Dr. Thomas Krauthauf erklärte gegenüber unserer Zeitung: "Das Projekt lässt sich derzeit aufgrund der Lage in der Bankenlandschaft und Papierindustrie nicht rechtzeitig fertigstellen." Außerdem habe sich das Genehmigungsverfahren länger hingezogen als erwartet, so das Unternehmen.

Ersatz für alten Kessel

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Damit wird für Lang die Zeit knapp. Denn das Unternehmen muss bis Ende 2012 den alten Schwerölkessel ersetzen. Der Gesetzgeber will es so. Ersatz sollte das neue Heizkraftwerk sein - mit Gasturbine, Reststoffkessel und Dampfturbine. Auf Protest war vor allem der Reststoffkessel gestoßen, in dem Abfälle verbrannt werden sollen. Die Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" befürchtet eine Gefährdung von Umwelt und Gesundheit - und kämpft dagegen an. Das Genehmigungsverfahren zog sich damit in die Länge. Zum Leidwesen von Lang. Denn damit das Heizkraftwerk pünktlich mit der Abschaltung des alten Kessels ans Netz gehen könnte, hätte das Unternehmen nach eigener Auskunft Anfang 2010 mit dem Bau beginnen müssen. Lang erschien der Zeitplan zuletzt "unrealistisch".

Nicht vom Tisch

Daher der Schwenk: Nach Abschaltung der Schwerölkessel soll zunächst eine kostengünstigere "Überbrückungslösung auf Gasbasis" die Dampfversorgung im Ettringer Werk sicherstellen. An den grundsätzlichen Kraftwerksplänen ändert diese Entscheidung aber nichts, so Lang. Das Genehmigungsverfahren für die Anlage läuft weiter. Deswegen nahmen die Gegner die Nachricht von der Terminverschiebung verhalten auf. "Die Sache ist nicht vom Tisch", sagt der Interims-Vorsitzende der Bürgerinitiative, Karlheinz Hiesinger.

Die Mitglieder wollen weiter gegen die Genehmigung der Anlage kämpfen - auch, wenn sich der Bau verschiebt. Ein bisschen freuen durften sich die Verantwortlichen trotzdem. Hiesinger wertete die Verschiebung als Erfolg. "Wenn es den konsequenten Widerstand nicht gegeben hätte, wäre das Heizkraftwerk sicher schon im Bau."

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