Mittwoch, 13. Dezember 2017

04. Oktober 2010 05:26 Uhr

Lang Papier will Stellen streichen

Ettringen Vor Kurzem wurde bei Lang Papier ein Großbrand simuliert, jetzt brennt es dort im übertragenen Sinne: Zündstoff ist eine Analyse zur Profitabilität des Unternehmens. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass strukturelle Maßnahmen notwendig sind, um "das Ergebnis wieder auf eine vernünftige Basis zurückzuheben", wie Betriebsleiter Dr. Thomas Krauthauf sagt. Im Klartext heißt das: Es sollen einige der derzeit 440 Mitarbeiter entlassen werden.

i

Nicht den Weg aus dem Kreisverkehr, sondern den aus rückläufigen Ergebnissen sucht derzeit der Papierhersteller Lang Papier. Archivfoto: Lisa Welzhofer

Das bestätigt auch Krauthauf. Zu Gerüchten, es könnte sich um bis zu 85 Arbeitsplätze handeln, will er jedoch nicht Stellung nehmen. Grund ist eine Betriebsversammlung, die für Donnerstag nächster Woche anberaumt ist und bei der die Mitarbeiter über die anstehenden Veränderungen informiert werden sollen. "Wir sprechen gerne und offen über das Programm, aber wir wollen zunächst intern informieren", so Krauthauf. Am Freitag sollen dann in einer Pressekonferenz auch Details genannt werden.

Dem Betriebsrat, der sich gegenüber der SZ nicht äußern wollte, hat die Geschäftsführung ihre Pläne bereits am Donnerstag vorgestellt, die Mitarbeiter haben durch Aushänge davon erfahren. Gänzlich unvorbereitet dürfte sie die Nachricht von den "strukturellen Veränderungen" ohnehin nicht getroffen haben. Denn laut Peter Beneke von der Gewerkschaft IG BCE "brodelt es schon länger".

ANZEIGE

Die Lage auf dem Papiermarkt ist nicht nur in Ettringen angespannt

Tatsächlich, so Krauthauf, habe die Entwicklung der vergangenen Jahre die Analyse angestoßen. "Und auch in diesem Jahr ist die Situation nicht besonders gut." Er spricht von einem "Rückgang im Ergebnis". In welcher Größenordnung dieser liegt, will er nächste Woche bekannt geben. Seiner Einschätzung nach ist die Lage nicht nur in Ettringen, sondern in der Papierindustrie generell angespannt. Der Bedarf an Papier gehe insgesamt zurück. Das strukturelle Programm sei deshalb auch ein Versuch, das Werk in Ettringen zukunftsfähig zu machen und Investitionen zu sichern.

Im Gespräch bestätigte Krauthauf außerdem Meldungen, wonach der ebenfalls finnische Papierhersteller UPM-Kymmene derzeit mit Myllykoski darüber verhandelt, dessen Geschäftsaktivitäten in Finnland, Deutschland und den USA zu übernehmen. Da Myllykoski nur in diesen Ländern produziert, halten Experten eine Fortführung des Konzerns im Falle der Übernahme für fraglich. Ob es überhaupt dazu kommt, ist aber ebenfalls offen. Wie UPM mitteilt, seien noch einige Fragen ungeklärt und die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

2009 lag der Umsatz von Myllykoski mit 1,2 Milliarden Euro um 17,6 Prozent unter dem des Vorjahres.

i

Ihr Wetter in Schwabmünchen
13.12.1713.12.1714.12.1715.12.17
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                Schneeschauer
	                                            Wetter
	                                            Regenschauer
                                                Wetter
                                                Regenschauer
Unwetter1 C | 3 C
2 C | 6 C
-1 C | 6 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Ein Artikel von
Sandra Baumberger

Mindelheimer Zeitung
Ressort: Lokalnachrichten

Alle Infos zum Messenger-Dienst

Bauen + Wohnen

Beilage: Ferien Journal

Unternehmen aus der Region

Partnersuche