Mittwoch, 24. Mai 2017

05. Dezember 2015 00:38 Uhr

Bürgerversammlung

Langerringen ist eine aufstrebende Gemeinde

Die Einwohner sind zufrieden. Der Bürgermeister findet deutliche Worte zur Windkraftanlage

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Bürgermeisterdienstbesprechung zum Brennpunkt Asyl, zahlreiche Routinetermine und dazu die jährlichen Bürgerversammlungen in den drei Ortsteilen seiner Gemeinde – Langerringens Gemeindechef Konrad Dobler zog kürzlich eine Bilanz des ausklingenden Jahres auf der Bürgerversammlung. Die Bürger scheinen zufrieden zu sein – es gab kaum Nachfragen. Auch nicht, als Dobler in Zusammenhang mit Lamerdingens Windkraftanlagen zum Schluss sehr deutliche Worte in Richtung beteiligter Firmen und Behörden fand.

Die Gemeinde Langerringen ist zumindest den aktuellen Zahlen nach eine der aufstrebenden Kleingemeinden im Landkreis: Eine anhaltend positive Tendenz bei der Einwohnerentwicklung (gesamt 3826), auch wenn die Sterbefälle (62) die erfreulich hohe Anzahl von Geburten (25) noch deutlich überwiegen.

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Die Schülerzahlen der Grundschule, auch der örtlichen Musikschule, geben momentan keinen Grund zur Sorge, selbst wenn es nur eine Momentaufnahme ist: 127 Grundschüler und 142 Musikschüler, dazu zwei Erwachsene, die von sieben Musiklehrern unterrichtet werden. Die Schulen sind deutliche Kostenfaktoren, doch Dobler sieht den Aufwand als gerechtfertigt an, sind sie doch eine Investition in die Zukunft aller.

Finanziell war die Gemeinde auch im Zeitraum des Rechenschaftsberichtes voll handlungsfähig. Investiert wurde und wird beispielsweise in die Friedhöfe der Ortsteile.

Die Bauhofmitarbeiter hatten allein bei der Renovierung der Gennacher Ruhestätte rechnerisch zwei Kilometer Friedhofsmauer gestrichen, ein Arbeitseinsatz von 530 Mannstunden. In Westerringen wurden Stelen installiert – eine behutsame Modernisierung in Folge des anhaltenden Trends zu Feuerbestattungen, die im Hauptort Langerringen bereits 2014 mit positiver Resonanz umgesetzt wurde.

Die Feuerwehren liegen dem Bürgermeister besonders am Herzen. Das Gebäude der Langerringer Wehr in der Ortsmitte sei inzwischen nicht nur in die Jahre gekommen, sondern auch die Tore entsprächen nicht mehr der gültigen DIN. Daher werde in enger Zusammenarbeit mit den Praktikern vor Ort eine umfassende Sanierung und Erweiterung umgesetzt, deren Kosten noch nicht exakt zu beziffern seien. Die Realisierung wird für 2017 angepeilt. Das Vorhaben habe zusätzlich den positiven Effekt einer optischen Aufwertung des Ortsbildes. Denn, um Platz zu schaffen, wird ein im Gemeindebesitz befindliches Gebäude abgerissen, das zur Zeit ohnehin verfällt. Die davon ebenfalls betroffene Spenglergasse wird im Einvernehmen mit den Anliegern zur Sackgasse für Autos rückgebaut. Aber auch die Feuerwehren Gennach und Schwabmühlhausen hat die Gemeinde im Focus: Alle bekommen in absehbarer Zeit neue Schutzanzüge; die erste Tranche in 2016 dürfte rund 60000 Euro kosten, bis 2018 soll die Anschaffung dann vollständig umgesetzt worden sein.

Im Plan sind die zahlreichen Baumaßnahmen, für die die Gemeinde als Auftraggeber steht. Das neue Gemeindezentrum liegt nur unbeachtliche ein, zwei Wochen zurück und soll Mitte nächsten Jahres im Beisein des Augsburger Bischofs eingeweiht werden. Auch im entstehenden Neubaugebiet „An der Hurlacher Straße“ läuft zur Zeit alles rund, war zu hören. Für die 26 Baugrundstücke haben sich bereits rund dreimal so viele Interessenten beworben.

Der beschlossene Ausbau der Weiherstraße am süd-westlichen Ortsausgang, verbunden mit dem Neubau der Singoldbrücke, wird ebenfalls im Jahr 2016 umgesetzt. „Der Süden Langerringens erlebt 2016 heftige Bauaktivitäten und wird zeitweise Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringen“ – diese Äußerung verband der Bürgermeister mit der eindringlichen Bitte, die notwendigen Straßensperrungen nicht über die erst sanierten Feldwege zu umgehen.

Ein Thema treibt Konrad Dobler ganz besonders um und das verbirgt er kaum, selbst wenn er es erst gegen Ende der Bürgerversammlung ausspricht. Seit der artenschutzrechtlichen Genehmigung stellen die 200 Meter hohen Windenergieanlagen an der südlichen Flurgrenze einen heftigen Streitpunkt dar. „Angelogen zu werden und das von einer Firma, die seit Jahren für uns tätig ist“, fühlt er sich persönlich enttäuscht. Im Nachhinein sei das Verfahren des „nachweisbar rechtswidrig genehmigten Projektes mit juristischen Tricks geheilt“ worden, sagte er sichtlich betroffen und meint damit nicht nur Rechtsanwälte. Sein Fazit ist eigentlich schon fast eine Gerichtsschelte: „Zwangsläufig frage ich mich, in welchem Rechtsstaat lebe ich eigentlich?“ Dass ihm diese öffentlichen Äußerungen Ärger einbringen können, war dem Bürgermeister dabei durchaus bewusst. (mimä)

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