Mittwoch, 28. Juni 2017

18. März 2015 00:35 Uhr

Gemeinderat

Langerringen widerspricht Windkraftanlagen

Betreiber bestreitet Planungen für ein drittes Windrad in Lamerdingen

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Volle Konzentration beim Thema Baugebiet an der Hurlacher Straße, als Planer Josef Tremel (rechts) die Verkehrserschließung erklärt. Im Bild außerdem: (von links) Marcus Knoll und Bürgermeister Konrad Dobler.
Foto: Mäusly

Das Neubaugebiet an der Hurlacher Straße, der Bau des neuen Gemeindezentrums oder auch der Ausbau regenerativer Energien – zahlreiche Bauthemen prägten die umfangreiche Sitzung des Langerringer Gemeinderates. Am Rande ließ Bürgermeister Konrad Dobler mit einer eigentlich als Randbemerkung gemeinten Äußerung zur Windkraft eventuell auch eine kleine „Bombe“ platzen, so ein Zuhörer nach der Sitzung.

Erschließungskosten strapazieren nicht nur den Geldbeutel privater Bauherrn, sondern auch die Kassen von Kommunen. Aus diesem Grund haben sich zahlreiche Projektentwickler etabliert, die den Gemeinden die Realisierung abnehmen und Pakete bis hin zu einer quasi schlüsselfertigen Lösung anbieten. Für das Neubaugebiet an der Hurlacher Straße stellte Robert Rüger seine Firma und die Vorteile solcher Zusammenarbeit nochmals vor. Beim Langerringer Projekt „Gewerbegebiet Nord“ hat sich die Zusammenarbeit bisher bewährt. Einer der Hauptvorteile sei aber, dass die Gemeinde ein sehr hohes Mitspracherecht, beispielsweise bei Vergaben und zu berücksichtigenden Firmen, hätte. Der Gemeinderat will demnächst darüber entscheiden.

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Straßenführung in Form einer liegenden „Acht“

Im Zusammenhang mit diesem Baugebiet wurde auch der aktuelle Stand der Ausführungsplanung zur Straßenführung und zu den Pkw-Stellplätzen vorgestellt. Josef Tremel vom gleichnamigen Ingenieurbüro erklärte die bisherigen Festlegungen. Dabei zeigte er auf, dass die gedachte Straßenführung in Form einer liegenden „Acht“ und die Auslegung als Mischverkehrsfläche mit einer zulässigen Verkehrsgeschwindigkeit von 7 km/h einen Abkürzungsverkehr zwischen Schwabmühlhauser Straße im Westen und Hurlacher Straße im Osten ausschließen wird. Vom Grundsatz her soll die Erschließung durch eine Straße mit „Aufenthaltsqualität“ erfolgen, bei der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt wären. Die Stellplatzsituation wollten besonders die Gemeinderäte Karl Schaffner und Herbert Graßl geklärt haben. Geparkte „Autos gehören nicht auf die Straße“, formulierte Graßl. Nach kurzer Diskussion wurde das Ingenieurbüro damit beauftragt, in der Planung ein Maximum an Stellplätzen unterzubringen. Durch Kennzeichnung soll willkürliches Parken verhindert werden. Zum neuen Gemeindezentrum St. Gallus gab der Rathauschef aufgrund vorliegender Klagen (wir berichteten) einen kurzen Sachstandsbericht. Nach einer ersten juristischen Prüfung empfehle es sich, im Gespräch mit den anliegenden Klägern bestimmte Aspekte der bisherigen Festlegungen nachzujustieren. Die Kläger wenden sich im Wesentlichen gegen die geplante Parkplatzlösung und die zugrunde liegende Nutzungsbeschreibung für das Zentrum. Hauptgrund ist hier die Furcht vor möglichen Lärmbelästigungen durch Veranstaltungen. Dazu werde man aber sicher Lösungsansätze außerhalb eines Verwaltungsgerichtsverfahrens anbieten können, so der Bürgermeister.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die sogenannte 10-H-Regelung bei Windkraftanlagen. Bis Mai wird Gemeinden die Möglichkeit gegeben, bereits beschlossenen Windkraftkonzentrationsflächen auf eigener Flur oder denen der Nachbargemeinden trotz Bestandsschutz zu widersprechen. Damit gilt auch in diesen früheren Plangebieten die 10-H-Regelung (Abstandsregelungen bei Windkraftanlagen). Der Widerspruch fiel einstimmig aus und betrifft damit auch die ausgewiesenen Flächen der Nachbargemeinde Lamerdingen.

In diesem Zusammenhang äußerte Dobler die Erwartung, dass zu beiden heftig umstrittenen Windkraftanlagen Lamerdingen eine dritte Anlage käme; zumindest sei dies nicht abwegig. Der Planer der bisherigen Anlagen, Robert Sing, betonte mehrfach bei einer telefonischen Nachfrage, dass dies von ihm weder beabsichtigt noch geplant sei. Gemäß dem Motto „sag niemals nie“ sagte Sing aber auch, läge ein entsprechender politischer Wille der Bevölkerung vor, sei die Situation neu zu bewerten. (mimä)

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